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Kachelofen - Wartung und Baufehlersuche
Verfasser:
Cornelia Kuhnle
Zeit: 05.12.2013 00:31:52
0
2002812
Falls jemand die Zeit dazu hat, diesen Bericht zu unserer kachelofenmisere zu lesen, waere ich dankbar, wenn ich Hinweise zur Loesung des Problems erhalten koennte. Vielen Dank!

KACHELOFEN (Grundofen) - SELÃO DA EIRA, PORTUGAL

Im Herbst 2010 wurde in unserem Haus und Firmensitz (in Portugal) ein grosser Kachelofen (Grundofen) mit 3 Zügen und Backfach über der Brennkammer gebaut von einem Ofenbauer, den ich seit Jahren und im guten Sinn kannte. Allerdings hatten wir zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe längere Zeit keinen Kontakt gehabt, und während der Arbeiten wurde deutlich, dass er nicht mehr der seriöse Fachmann war, als den ich ihn kannte. Mit viel Mühe und Zeitverzug wurde der Kachelofen nach mehr als zwei Monaten fertig. Während des Baus mussten wir mehrfach korrigierend eingreifen, z.B. darauf hinweisen, dass zwischen den Backsteinen Fugen¬material fehlt, die Steine korrekt gesetzt werden müssen oder die Fliesenverfugung dicht sein muss.

Erste Heizperiode 2010/11 direkt nach Fertigstellung
• Von Anfang an stank es im Haus nach Rauch, sobald der Kachelofen in Betrieb ging. In der Annahme, das Problem komme aus der Ofentür, brachte der Ofenbauer schliesslich innen oberhalb der Kamintür ein Blech an, um Rauchaustritt in der Anheizphase und beim Holznachlegen zu verhindern (hatte einen gewissen Effekt).
• Nach etwa 4 Wochen Heizbetrieb trat an der Wand im Raum hinter dem Kachelofen Rauch aus, sowohl aus der Wand selbst als auch aus dem dort befindlichen Sicherungskasten, der wie verkohlt roch. Dies geschah mehr in der Anheizphase und weniger, wenn der Rauch heiss war und gut in den Schornstein zog.
• Schliesslich zeigte sich, dass der Rauch u.a. über das Schutzrohr eines hinter dem Ofen in der Wand verlaufenen Elektrokabels kam und am Sicherungskasten und der Wand, wo es dicht unter dem Putz liegt, austrat. Die Frage war, wie der Rauch in das Schutzrohr kommt.
Unsere Vermutung war schon damals, dass es an der Rückwand des Kachelofens selbst, im Bereich des linken (sehr langen) Zuges, eine oder mehrere undichte Stelle(n) geben muss. Der Ofenbauer war zwar bereit zu kommen, aber offenbar nicht fähig oder willens zu einer echten Fehleranalyse. Er schrieb: “Es macht irgendwie alles keinen Sinn, denn wenn der Ofen in den Fugen undichte Stellen hat, dann zieht er Luft, nicht Qualm kommt raus. … Ich versteh das nicht, die Fugen sind alle mit einem Schwamm von innen abgedichtet.” Aber nicht die Fugen der Kacheln zeigten Zeichen von Undichtigkeit, sondern die Wand hinter der Rückseite des Brennraums.
Über der Diskussion ging die Heizperiode zuende, und der Ofenbauer kam auch den ganzen Sommer und Herbst über nicht.


Zweite Heizperiode 2011/12
Ende November 2011 nahmen wir den Kachelofen in Betrieb. Zuerst war es prima, aber innerhalb weniger Tage heizte er immer weniger, nach 5-6 Wochen Nutzung fast gar nicht mehr. An kalten Tagen und Nächten reichte die Heizkraft nicht, um den Wasserkreislauf der Heizkörper nennens¬wert zu erwärmen (anders als im ersten Jahr). Ende Januar 2012 schrieb ich dem Ofenbauer:
• Der linke hohe Teil wird selbst nach tagelangem Heizen nur lauwarm, und auch das nur an der der Brennkammer zugewandten Seite, aussen gar nicht.
• Die rechte Seite hat nie besonders stark geheizt, das betreffende Register hatte auch von Anfang an einen gewissen Reibungswiderstand.
• Die (jedes Mal) abnorme Rauchentwicklung im Haus in der Anheizphase wird zunehmend schlimmer. Ohne offene Terrassentüren und Fenster kommt es schnell zu Atembeschwerden. Durch den beissenden Rauch, der mir jedesmal entkommt, sobald ich die Ofentür öffne, habe ich inzwischen chronisch gereizte Augen und dauerhafte Schluckbeschwerden.
• Selbst bei geöffneten Wohnzimmertüren und -fenstern steht innerhalb kurzer Zeit Rauch im Wohnzimmer und dann auch im dahintergelegenen Raum, von wo er über die Treppe nach oben zieht. Das gesamte Haus stinkt inzwischen dauerhaft nach Rauch, obwohl der Ofen mittlerweile schon seit Tagen ausser Betrieb ist.
• •Zwar kommt auch Rauch aus dem Spalt zwischen Rahmen und Blatt der artesa¬nalen Ofentür und den nicht verschliessbaren Luftlöchern darunter. Aber das kann nicht die Erklärung sein; denn diese Löcher waren immer da, und die Tür hat schon immer schlecht geschlossen, wenn auch der Spalt grösser geworden ist.
• Der Schornstein zieht gut. Der Rauch ist immer hell, gleich bei welchem Holz (das gut trocken und noch 1-2 Tage im Raum innen vorgelagert ist). Oft “knickt” er aber direkt nach Austritt aus dem Schornstein weg und legt sich waagerecht über das Tal und den See, auch bei völlig klarem Himmel.
• Es scheint, als seien die Züge versottet, obwohl wir regelmässig Reinigungsklötze und –säckchen ("limpa chamine") benutzt haben, allein in den letzten 2 Wochen 8-10 Säckchen. Nur so lässt sich der Ofen überhaupt so anheizen, dass auch die Heizkörper ein bisschen warm werden. Aber der Kachelofenkörper bleibt relativ lau, selbst im Bereich unmittelbar um die Brennkammer.
• Die Eisenstäbe im Innern sind sehr russverklebt, und wenn die Züge genauso sind, kann da eigentlich nicht mehr viel Rauch durchgehen. Die Annahme, diese Versottung komme vom Medronheiro-Holz, weisen alle Portugiesen entschieden als höchst unwahr¬scheinlich zurück. Ausserdem ist es mit Steineichenholz (azinho) nicht viel besser, das Feuer brennt nur ergiebiger, weil langsamer.
Nachdem der Ofenbauer zunächst daran festhielt, das Holz sei nicht geeignet, kam er im Frühjahr schliesslich und sanierte einen kleinen Bereich der Rückwand um den Sicherungskasten herum. Mehr wollte er nicht, obwohl der Rauchgestank an der Wand viel großflächiger war. Da die Situation nach dieser Intervention nicht besser wurde, versprach er nach vielen Reklamations¬anrufen, spätestens Ende Juni sich den Kachelofen erneut anzusehen. Dabei blieb es.


Sommer 2012
Im Sommer öffneten wir die Fenster im Wohnzimmer und im Raum hinter dem Kachelofen ganztägig, um den Dauergestank von kaltem Rauch, der weiterhin aus der Wand dünstete, einigermassen zu kontrollieren. Es war absehbar, dass ab November das Untergeschoss wieder genauso unbewohnbar sein würde wie im letzten Winter, sofern nichts unternommen würde.
Deshalb kontaktierte ich Sachverständige in Deutschland und Österreich, und aus den Gesprächen wurde recht klar, dass die Ursache des Gestanks in einer unvollständigen oder gerissenen Verfugung an der Rückwand liegen muss. Selbst wenn das Holz mal nicht 100% gut war und die Kaminzüge versottet, sollte es bei einem gut gebauten Kachelofen unter keinen Umständen aus der Wand stinken. Das Problem lag eindeutig ganz oder überwiegend im Bereich des linken Zugs, nicht im rechten Zug, und m.E. nicht oder kaum am mittleren Anfeuerungszug.
Auf Anraten der Fachleute reinigte ein professioneller Schornsteinfeger Kaminzüge und Brennkammer, was er aber nach eigenen Angaben nicht vollständig tun konnte, erstens weil baubedingt ein Teil der Züge (vor allem über dem Backfach) unzugänglich und uneinsehbar ist, und zweitens, weil sich in die für den Kaminbau ungeeigneten Backsteine und deren Fugen zu viel Russ tief eingefressen hatte.
Nach dieser Reinigungsaktion gab es im Juli nochmal Kontakt mit dem Ofenbauer, indem ich ihm den Stand der Dinge mitteilte verbunden mit dem Kommentar, dass dies ein inakzeptabler Zustand sei und ich wohl kaum so viel Geld bezahlt habe, um dafür ein zur Hälfte unbewohnbares Haus zu bekommen.
Fotos vom Bau des Kachelofens zeigen deutlich, dass der Baufehler an der Rückwand des Ofens liegt, dort wo gleich anfänglich der Rauch aus der Wand trat. Die erste Reparatur¬massnahme war nur eben nicht ausreichend. Da weitere bauliche Reparatur-arbeiten offenbar nicht vermeidbar seien, bat ich, diese spätestens Mitte August anzufangen, bevor es nachts feucht wird, da das Büro in der Zeit auf die Terrasse gestellt werden und meine Tochter mangels Alternative weiterhin im Untergeschoss schlafen muss. Ich bat um eine Festlegung der notwendigen Massnahmen und Terminvereinbarung.
Der Ofenbauer meinte dazu lediglich, der Schornstein brauche einen Rotor; denn er “zieht im Sommer falsch, d.h.: Er zieht falschrum”, was die Geruchsbelästigung erkläre. Nach dem Einbau wolle er wissen, “ob sich dann das Phänomen aufgelöst hat”. Damit mir dieser Vorschlag einleuchten kann, bat ich um die Beantwortung folgender Fragen zur neuen Theorie des im Sommer "falschrum" arbeitenden Kamins:
a) Wenn es ein Sommerphänomen ist, warum trat das Problem des Gestanks dann erstmals im Laufe des Winters 2011/12 auf, und nicht schon im Sommer 2011 nach der Inbetriebnahme ?
b) Warum verhält sich nur der Schornstein des Kachelofens im Sommer "falschrum", nicht aber die anderen Schornsteine von den Heizkaminen oder den offenen Kaminen im Gelände ?
c) Wenn der Kamin "falschrum" zieht, warum stinkt es dann nicht in der nach oben offenen Brennkammer, sondern rückseitig aus der Wand des angrenzenden Raums ?
d) Warum stinkt es über die Rückwand nur in einem Teilbereich des Kachelofens und nicht über die gesamte Rückwand ?
e) Wie erklärt sich physikalisch das Phänomen, dass ein Kamin im Sommer "falschrum" zieht, auch ohne Inversionswetterlage ?
f) Wenn es so ein bekanntes Phänomen ist, dass ein Kamin im Sommer "falschrum" zieht, warum hat der Ofenbauer dann nicht bereits beim Bau des Schornsteins die Installation eines Rotors als notwendig zur Geruchsvermeidung angegeben ?
Ich forderte ihn auf, wenn er von der "falschrum"-Diagnose so überzeugt sei, einen geeigneten Rotor zu beschaffen und einzubauen, um zu sehen, ob das Problem damit verschwindet oder nicht. Dies lehnte er rundweg ab, ebenso wie jedwede sonstige weitere Beschäftigung mit unserem Kachelofen. Ich habe mir daraufhin gerichtliche Schritte vorbehalten, was in Portugal aber langwierig und teuer ist. Ausserdem ist das technische Problem damit nicht gelöst.
Im September 2012 informierte ich den Ofenbauer, dass wir nunmehr, bevor es Winter wird, die Wand hinter dem Kachelofen aufgeschlagen und den Kachelofen angezündet haben. Sechs Personen sahen an der Rückwand einen Rauchaustritt "wie am Schornstein der Raffinerie in Sines", wie einer der Umstehenden sagte. Es war so viel Rauch, dass er sich auch auf Fotos ganz gut festhalten liess. Da sich der Ofenbauer nie mehr gemeldet hat, beauftragte ich schliesslich einen anderen, den Schaden zu beheben,


Dritte Heizperiode 2012/13 nach Sanierung im Oktober 2012
Im Oktober 2012 erfolgte die Sanierung des Kachelofens, zunächst mit gutem Erfolg. Der “Reparatur-Ofenbauer” gab folgenden Bericht zum vorgefundenen Zustand des Kachelofens und den durchgeführten Sanierungsmassnahmen:
1. Die Rückwand des Grundofens, d.h. Brennraum und auch die Rauchgaszüge wurden direkt an eine 15er Ziegelwand bis unmittelbar unter die verputzte Zimmerdecke angesetzt.
2. Gebrannte Tonsteine (keine Schamottesteine!) wurden hier mit einem einfachen Kalkmörtel (mit evtl. kleinem Zementanteil?) vermörtelt.
3. Als Decke der Rauchgaszüge wurde Flacheisen als Unterstützung der Tonsteine (110 mm x 220 mm x 60 mm) genommen. Diese insgesamt schon sehr instabile Bauweise (nach den Regeln des Kachelofenhandwerks nimmt man Schamottesteine für die Züge und Schamotteplatten als Abdeckungen und das mit einem speziellen Haffnermörtel verklebt – und Tonsteine nur für 2. Schale als Speichermasse) zusammen mit dem groben Mörtel, führte unweigerlich zu Undichtigkeiten, so dass Rauchgase aus der Ofenanlage ausweichen konnten – besonders im hinteren Bereich oben unterhalb der Decke, sowie vorne oben links, wo auch deutlich dunkle Stellen und Flecken zu sehen waren.
4. Ebenfalls undicht war die Ofentür Marke Eigenbau und an der Umrandungsfuge der Backofenröhre.

Folgende Maßnahmen mussten vorgenommen werden um den Ofen wieder zu sanieren:
1. Die Rückfront des Ofens wurde hinten geöffnet, d.h. die Ziegelwand wurde weg-gestemmt und sichtbar blieb die mit Tonsteinen errichtete Rückwand – im oberen Bereich waren deutliche Risse und Schlitze zu sehen, aus der Rauchgase aus¬getreten waren. Dort wurden teilweise Steine ersetzt und neu mit speziellem Hafnermörtel (Rath Universal) vermörtelt; anschließend wurde an die gesamte geöffnete Fläche (Tonsteine) Schamottesteine mit dem Hafnermörtel angeklebt, so dass die Rückwand absolut rauchgasdicht wurde; später wurde mit Gewebeeinlage verputzt.
2. An der Vorderfront des Ofens wurden links oben 2 Liegezüge (Gesamtlänge ca. 100 cm) komplett entfernt, da dort ebenfalls Rauchgase austraten, und um einen etwas kürzeren Rauchgasweg zu erreichen, um einen besseren Zug und Abbrand zu bekommen.
3. Ebenfalls ersetzt wurde die Feuerraumtüre - die alte undichte Eigenbau - Blechtür durch eine gußeiserne Grundofentür mit 2fach Verglasung der Firma Schmid aus Deutschland, d.h. die alte Tür musste ausgebaut und wegen des größeren Maßes der neuen Tür musste die Öffnung zum Feuerraum vergrößert werden. Dann wurde die neue Grundofentür rauchgasdicht eingebaut.
Bereits im ersten Monat nach der Sanierung gab es jedoch wieder sukzessive zunehmend Rauchsymptome. Anfang des Jahres 2013 wurde der Reparatur-Ofenbauer informiert, dass es wieder nach Rauch riecht, wenn auch lange nicht mehr so stark wie vorher. Er empfahl, noch ein paar Reinigungskloetze zu verbrennen, was geschah, ohne dass es wirklich besser wurde. Ab März haben wir auf den Kachelofen verzichtet. Den ganzen Sommer über roch es nach altem Rauch, weshalb die Fenster meist offen blieben. Lebens¬umstaende¬halber konnte ich das Problem im Sommer nicht weiter verfolgen.


Aktuelle (vierte) Heizperiode 2013/14
Am 21.11. wurde der Kachelofen wieder in Betrieb genommen. Zunächst roch es "nur" stark nach Rauch. Zum Anfeuern müssen Fenster und Türen weit aufgesperrt werden (ca. 12m2 Öffnung), und ein Oberlicht bleibt stets gekippt. So konnten wir zunächst ein bisschen heizen und die Heizkörper warm bekommen, wenn auch nicht so wie es normalerweise sein sollte.
An den folgenden Tagen war dann folgendes zu beobachten:
• Die Rauchentwicklung während des Betriebs wird täglich heftiger, obwohl aus dem Schornstein viel Rauch aufsteigt, d.h. der Kaminzug ist gut.
• Die zum rechten (kleineren) Zug gehörende Sitzbank bleibt kalt, ebenso wie die ganze rechte Seite des Ofenkörpers. Selbst die Metallabdeckung über der Bank erwärmt sich nicht. Wenn dieses Register als einziges offen ist, kumuliert sich der Rauch in der Brennkammer, und es stinkt furchtbar. Nur ein kleiner Teil des Rauchs entweicht über den Hauptzug. Schlussfolgerung: Der rechte Heizzug ist völlig blockiert.
• Der linke (sehr lange) Zug, wenn geöffnet, erwärmt die dazugehörige Bank und die Rückwand ein bisschen, allerdings nicht so wie üblich; richtig heiss werden die Kacheln auch nach 2 Tagen Dauerbetrieb nicht.
• Sind der mittlere Anfeuerzug geöffnet und beide seitlichen Züge geschlossen, sodass der Rauch direkt in den Schornstein geht, wird der Ofenkörper inkl. linker Bank kurioserweise am wärmstem. Allerdings ist die Rauchentwicklung dabei riesig und nimmt mit jedem Anheizen zu (zunehmend auch bei Nutzung des linken Zuges).
• Am 4. Tag nach Inbetriebnahme blieb versehentlich das Anheizregister offen und beide Seitenzüge geschlossen, sodass für etliche Stunden der Rauch direkt in den Schornstein ging. Die Schwaden waren selbst gut einen Kilometer entfernt zu erkennen. An der Stelle, wo der Reparatur-Ofenbauer die zwei Liegezüge entfernt hat (s.o.), war an der Verfugung zwischen dem zurückgebauten Ofen und Wand/Decke dicker Russ in Pulverform ausgetreten, der mit dem Finger abgehoben werden kann.
• Die Rauchentwicklung wurde mit jedem Heizen stärker. Die Decke und Kacheln in dem zuvor genannten Bereich wurden täglich dunkler durch Rauchschlieren. Rauchaustritt gibt es aber seit der Inbetriebnahme auch an der Reinigungsklappe am Hauptzug, und seit ein paar Tagen deutlich erkennbar links über dem Backofen (an der schon vom Reparatur-Ofenbauer nachgebesserten Verfugung) sowie an verschiedenen Fugen (durch die Russverfärbung zunehmend deutlich).
• Wenn nicht wenigstens 3 Fenster gekippt sind, füllt sich der Wohnraum schnell mit Rauch und allmählich auch der hinter dem Ofen liegenden Wohnbereich. Von dort zieht der Rauch die Treppe hoch ins Obergeschoss (im Sonnenlicht gut erkennbar).
• Am 28.11. (7 Tage nach Inbetriebnahme) gab es den ersten CO2-Belastungsalarm vom dem “British Gas”-Alarmgerät, das meine Mutter letztes Jahr aus England mit-gebracht hatte. Seitdem wird dieser Alarm jedesmal ausgelöst, wenn der Ofen gut brennt und nur das Oberlicht gekippt geöffnet ist. Dann müssen alle Fenster/Türen für 3-4 Minuten weit geöffnet werden, bevor der Alarm aufhört.
• Am 02.12. bin ich (ohne besonders müde zu sein) am Abend beim Fernsehen auf dem Sofa eingeschlafen und wurde von Herzstichen wach. Vom Sofa war die gegenüber¬liegende Terrassentür (etwa 6m entfernt) nur wie durch dichten Nebel zu erkennen. Der CO2-Alarm war nicht angegangen, weil jemand unbeabsichtigt das Gerät zugedeckt hatte. Als ich es abdeckte, hat er mehr als 5 Minuten lang gepiept, obwohl sofort alle Fenster und Türen des Hauses unten und oben weit geöffnet wurden.
• In derselben Nacht wurde der CO2-Alarm noch zweimal ausgelöst, obwohl seit der dichten Rauchentwicklung am Abend die Register des Ofens an allen drei Zügen und an der Ofentür (die natürlich niemand mehr aufgemacht hat) geschlossen waren, das Feuer schon runtergebrannt war und das Oberlicht gekippt offen stand.
Daraufhin haben wir den Ofen gestern (03.12.) ausgehen lassen, weil es einfach lebensgefährlich ist wegen der hohen CO2-Konzentration und vielleicht inzwischen auch Brandgefahr besteht. Das Untergeschoss wird damit wieder unbewohnbar, weil es einfach zu kalt ist. Im Obergeschoss gibt es immerhin noch einen guten Heizkamin.
Aus der Beobachtung aller Phänomene habe ich den Eindruck, dass der Hauptzug, möglicherweise an der "Kreuzung" der drei Züge, blockiert ist, warum auch immer. Vielleicht hat sich über dem eingebauten Backofen zu viel Russ angesammelt, oder ein Stück Backstein liegt dort seit der Zeit des Baus (solche wurden während der Sanierungsarbeiten an anderen Stellen in den Zuegen gefunden). Schliesslich war es im letzten Jahr weder dem Schornsteinfeger noch dem Reparatur-Ofenbauer gelungen, diesen Bereich mit einem Reinigungsgeraet zu erreichen oder ihn auch nur einzusehen. Vielleicht hat auch die chemische Reinigungsaktion zum Ende der letzten Heizperiode Russ oder Teerbollen aus dem Schornstein gelöst, die dann heruntergefallen sind und nun über dem Backofen oder an anderer Stelle im Weg des Rauchs liegen, der dadurch nicht (vollständig) in die Züge gelangen kann und deshalb buchstäblich aus allen Fugen drückt - umso stärker, je mehr und länger geheizt wird.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 05.12.2013 05:00:09
1
2002828
sorry, hab nach der Hälfte lesen aufgegeben, zu heftig und Frühstück zu ende, vielleicht morgen nochmal...


Sachen gibts.....

Verfasser:
Schnupftabak
Zeit: 05.12.2013 08:37:02
0
2002852
ein Mann, ein Wort
eine Frau, ein Wörterbuch

Verfasser:
lex19833
Zeit: 12.02.2019 13:33:12
0
2750627
Ich denke da kann nur der Fachmann helfen. http://www.naturofen.com/impressum.php?lg=de

Der einzige von dem ich in Portugal weiss. Ich kenne ihn nicht persönlich und hoffe, er war nicht der Ofenbauer.

Viel Glück mit dem Ofen.

Gruss
Alex

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2019 15:23:08
0
2750698
Hmm der scheint derart viele Löcher zu haben dass man wohl nur Abreissen und ndue machen kann - so bitter das klingt. Aber wenn ich mir vorstelle was da alles mangelhaft ist - wenn ich das gedanklich wegstemme bleibt eigentlich nix mehr übrig.

Verfasser:
Kommunalhausmeister
Zeit: 12.02.2019 15:44:27
1
2750709
Ob jetzt - nach 5 Jahren - noch immer eine Lösung gesucht wird?

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deflo schrieb: Also inzwischen bin ich mir sicher, das ich die Vitodens nicht besser eingestellt bekomme. Vor ca. 1,5Wochen habe ich die Brennerstarts und Brennerdauer zurück gestellt. Seit dem habe ich 44 Brennerstarts...
foreigner schrieb: Gasleck / Dichtigkeit: Bei der Installation des neuen Zählers wurde im Mai 2018 auf Dichtigkeit geprüft. Jetzt im Februar 2019 bei der letzten Wartung und Ursachensuche zum hohen Gasverbrauch wurde ebenfalls...
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