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Foren
Solarthermie an Gasheizung Heizungsunterstürtzung
Verfasser:
van_matze
Zeit: 01.03.2021 11:13:13
0
3118650
Hallo zusammen,
kurz zur Ausgangssituation. Vor ca. einem Jahr sind wir in ein Eigenheim Baujahr 1964, d.h. keine Außenwanddämmung, eingezogen. Nun möchten wir nach einer Kernsanierung regenerative Energien in das bestehende Heizungssystem integrieren.

Haus, Wohnfläche ca. 100 m²
EG ca. 60 m² Fußbodenheizung
OG Heizkörper
Anbau ca. 46 m² Fußbodenheizung

Heizung:
Junkers CerapurModul-Smart ZBS 22/75 S-3 MA also 22 kW und 75 l Speicher

Solarthermie:
HP60 9,78 m² 2x30 Röhren

Speicher:
Sunex Fish S2 mit 500 l und 2 WT

Ich würde gerne die vorhandene Solarthermieanlage in das Heizungssystem integrieren und den Hygienespeicher als Puffer bzw. Durchlauferhitzer nutzen.

Folgende Varianten zur Integration stehen zur Diskussion:

Variante 1:
Den oberen Wärmetauscher im Speicher in den Vorlauf der Heizung nach Durchlaufprinzip integrieren.

Variante 2:
Den oberen Wärmetauscher im Speicher zur Rücklaufanhebung der Heizung verwenden. Die Effiziens der Gasheizung nimmt durch niedrige Rücklauftemperaturen zu, was diesem Prinzip dann entgegen wirken würde. Allerdings könnte der Brenner durch die erhöhte Temperatur im Rücklauf weniger oft den Betrieb aufnehmen und dadurch die Standzeit erhöhen. Hier weiß ich nicht so recht weiter? Ich habe mal „ausgelittert“ und liege nach Kondensatabgabe und Verbrauchsmessung bei etwa 10 % Brennwert. Klar wäre es schön auf 15 % zu erhöhen, aber das hat aktuell keine Priorität, da das Gesamtsystem mit dem Puffer/ Temperaturänderungen stark beeinflusst wird.


Variante 3:
Hier soll der Speicher komplett als Puffer im Rücklauf integriert werden, wobei der obere WT keine Funktion mehr erhält. Das setzt vorraus, dass der Brennerbetrieb erheblich eingeschränkt wird und das Gesamtsystem Heizung als Komplettpuffer gesehen werden muss.
Größter Nachteil wäre hierbei, dass ich kein Brauchwasser mehr erwärmen kann. Wobei das Heizen generell obere Priorität hat. Man könnte überlegen, ob ein Plattenwärmetauscher in den oberen WT, leider ist der nicht aus Edelstahl, des Puffers integriert wird, um dies zu ermöglichen.


So nun die Frage: Was würdet ihr uns empfehlen bzw. habt ihr andere Überlegungen, die das vorhandene System zur Heizungsunterstützung zulassen würden?
Schonmal ganz vielen Dank für eure Hilfe.

Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 01.03.2021 11:52:20
1
3118672
Schau dir mal meine Hydraulik an.

~ 10 m² an 500 l ist recht dürftig ...

Gruß
Heinz

http://www.hjkonline.de/Start.html

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 01.03.2021 14:22:54
2
3118781
Irgendwie geht die Rechnung nicht auf:

"Haus, Wohnfläche ca. 100 m²
EG ca. 60 m² Fußbodenheizung
OG Heizkörper
Anbau ca. 46 m² Fußbodenheizung"

--> Allein FBH sind schon 106 m²

Wie h.j.k. schon schrieb: 500 L ist zu wenig, 800 Liter schon besser, bei Röhre wären auch 1000-1200 Liter durchaus gut, wenn Standort und Dachausrichtung einen hohen Ertrag erwarten lassen.

Die Junkers ist ne Brennwerttherme, wird also am effizientesten, wenn die Temperaturen niedrig sind. Eine Rücklaufanhebung ist deswegen kontraproduktiv.

Also:
Variante 1: unsinnig, zusätzlicher Wärmeübertrag verursacht höhere Temperaturen als notwendig
Variante 2: Keine Ahnung, wie du durch Rücklaufanhebung am Brennwertgerät mehr Einsparen willst???
Variante 3: Vielleicht meinst es richtig - bei der Größe des Speichers aber unerheblich - siehe oben.

Du brauchst eine Variante 4, bei der du dir Gedanken zur gesamten Hydraulik und zum Anlagenbetrieb machst. Damit die Solarthermie einen Beitrag liefern kann, braucht sie genug möglichst kühles Heizungs- und Trinkwasser. Es gibt mehrere Lösungen. Eine weit verbreitete ist der reine Pufferspeicher (wie Variante 3), der aber Parallel zur Gastherme betrieben wird. Eine Frischwasserstation kann wie ein 2. Heizkreis eingebunden werden. Die Wärme wird dann wahlweise vom Puffer (Solarthermie) oder von der Gastherme erbracht.
Mein Vorschlag: Mach dich schlau, hier im Forum und im www, dann einen Plan und wenn du einen Plan hast, bringe ihn hier im Forum in diesen Faden ein. Dann kann dir geholfen werden.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 01.03.2021 15:40:27
1
3118812
Alle 3 Varianten sind Murks.

Der vorhandene Speicher ist für das Kollektorfeld zu klein. Stell noch einen 500 l Speicher daneben oder nimm einen neuen Speicher mit 1000 l Volumen.

Den (oder die) Speicher würde ich hydraulisch als zentralen Energiespeicher einbinden, auf den alle Wärmeerzeuger arbeiten und aus dem alle Wärmeverbraucher entnehmen.

Davon ausgehend würde ich eine neu Planung angehen.

Warmwasser kann man z.B. mit einer Frischwasserstation erzeugen, so dass ein separater Warmwasserspeicher nicht mehr benötigt wird.

Verfasser:
van_matze
Zeit: 02.03.2021 15:46:58
0
3119223
Ganz vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe mir auch schon gedacht, dass der Speicher zu klein ist.

Mein Heizungsbauer hatte auch nicht gesehen, dass es sich bei dem Komplettset von ebay um ein Brauchwassersystem handelt, nun ist das Zeug im Rahmen meiner Ausbauinvestitionen da.

Der Anbau wird aktuell zwahr noch nicht genutzt, soll aber nach der Rekonstruktion dieses oder nächstes Jahr die Fußbodenheizung bekommen. Dann hätten wir tatsächlich die ca.100 m² Fußbodenheizung und nochmal so 40 m² mit Heizkörpern.

Die Röhren werden im Winkel von 45° auf mein Holzlager montiert, ausgezeichnete Süd-Ausrichtung, aber die Rohre mussten 10 m durch das Erdreich geführt werden, bis sie den Keller erreichen. Hier sind viele Verluste denkbar, daher auch eine relativ große Anlage für einen noch 3 Personenhaushalt.

Ok da werde ich den Hygienespeicher erstmal als Brauchwasser, wofür er vorgesehen ist, anschließen und einen zweiten Speicher als Puffer für die Heizung mit einbauen.
1000 l Pufferspeicher durch meine Kellertür (Durchgang 0,94 m) zu bekommen, das wird auch eine Herausforderung. Da brauche ich was verdammt ziemlich schmales. Hat jemand einen heißen Tipp, wo man da was bekommt?

Die beiden Speicher würden dann ja in Reihe geschalten, richtig und welcher wird denn dann zuerst geladen? Oder bekommt man vielleicht irgendwo günstige Kombispeicher mit Hygiene und Puffer, die durch meine Tür passen, gerne wenige Euros kosten?

Danke Euch allen für die Beiträge

Verfasser:
Frimo
Zeit: 02.03.2021 16:37:00
1
3119252
Wenn die 10 Meter für die ST halbwegs isoliert sind, ist da nicht viel Verlust.
Bei mir läuft die Leitung 15 Meter durch einen alten Schornstein, Verlust ist 1k zwischen Kollektor und wmz.
Zumindest 800 Liter gehen locker durch die Tür.

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 03.03.2021 21:20:15
1
3119930
Vorher empfehle ich als Kaufmann, zu rechnen, wie hoch dein jährliches Einsparpotenzial sein wird. Wenn alles optimal funktioniert, können das 15 bis 20 % der Heizkosten sein.

Der Eingriff in die Heizungsanlage ist erheblich und es muss eine neue Regelungseinheit her. Alles recht aufwendig und teuer, es sei denn DIY.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 04.03.2021 11:30:50
1
3120148
Bei mir waren es 30%.

Allerdings muss man ganz klar sagen, das Solarthermie zu teuer ist, um ein solches Projekt halbherzig anzugehen.

Entweder richtig, d.h. die Kollektorfläche wird passend zur beheizten Fläche des Hauses ausgelegt und das Speichervolumen dann passend zur Kollektorfläche gewählt, oder man lässt es.

Hier passt die Kollektorfläche nicht zum vorhandenen Speichervolumen, das sollte deshalb unbedingt geändert werden.

Die Kollektorfläche passt halbwegs zur beheizten Fläche, jedenfalls dann wenn bei den VRKs die Aperturfläche berücksichtigt wurde und nicht die Bruttofläche, die der Gesamtkollektor auf dem Dach einnimmt.

Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 04.03.2021 11:58:51
1
3120164
Die Röhren werden im Winkel von 45° auf mein Holzlager montiert,

Zu flach! Dann hast du im Sommer zuviel Energie und in der Ü-Zeit fehlt es ...



Die beiden Speicher würden dann ja in Reihe geschalten, richtig und welcher wird denn dann zuerst geladen?

Frage ernst gemeint?

Bei einer Reihenschaltung ist das hydraulisch 1 Puffer! Dazu mindestens 2 Ladepunkte!
Ganz oben und i-wo Richtung Mitte ...

Und bitte mal denken, ggf falls sich Theorie einverleiben ....

Gruß
Heinz

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 04.03.2021 12:06:09
3
3120169
@Heinz hat Recht.

Die Hauptarbeitszeit einer thermischen Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung ist die Übergangszeit und dafür sollte sie optimiert sein. Insofern ist eine Aufständerung auf den Breitengrad des Wohnorts des Hauses bis ca. 60° optimal. Eine 45°-Aufständerung erzeugt eine max. Ernte im Sommer, d.h. zu wenig in der ÜZ, wo man die Anlage am allermeisten braucht.

Eine Reihenschaltung von zwei Speichern muss man sich wie ein Rohr mit zwei Stellen vorstellen, an denen der Rohrdurchmesser jeweils auf 80 cm anwächst. Zwei Speicher in Reihe belädt man deshalb am Besten mit Zonenladeventilen oder einem 5-Wege-Mischer und nicht über innenliegende Wärmetauscher. Die Homepage von @Heinz zeigt das sehr gut.

Verfasser:
van_matze
Zeit: 04.03.2021 12:42:25
0
3120182
Alle Achtung h.j.k., das ist ein wirklich tolles Projekt und sehr gut beschrieben, Respekt.

Ich bin unterdessen in Planung noch einen 1000 l Pufferspeicher mit einem WT anzuschaffen. Der vorhandene 500 l Speicher mit den 2 WT wird dann für die Brauchwasserbereitstellung eingesetzt. Frischwasserstation wäre schon auch sehr gut aber momentan sehe ich das als Zusatzinvestition. Die 1000 l müssen für die Heizung erstmal reichen und falls nicht, dann werde ich die 500 l mit in den Puffer der Heizung einbauen und die Frischwasserstation mit einbauen.

Mit der Entfernung der 100 mm Isolierung bekomme ich den 1000 l Tank durch meine Kellertür aber das ist echt alles Haarscharf. Wie bekommt ihr nur diese riesen Tanks in eure Häuser, das ist beeindruckend.

Wie auch immer, ich hoffe, dass ich die Anlage bis Ende März zum Laufen bekomme, der Kreditmensch will Ergebnisse sehen.
Ich werde die Steuerung vermutlich über einen Raspberry realisieren, der regelt eh schon Überschussenergien der PV-Strom in Wärme im Winter und Kälte im Sommer.

Vielen Dank Euch

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 04.03.2021 14:03:56
1
3120208
Bezüglich Neigung und Ausrichtung der Kollektoren:
- Neigung abhängig vom Standort und der Optimierung des Ertrags
- Sonnenstandsverlauf:
https://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_sonnenstand
Dort freie Eingabe oder Auswahl des Wohnorts --> Tendenziell würde ich auf November/März optimieren.

Hilft ja nix auf Dezember oder Januar zu optimieren wenn die Tage kurz und die Sonnenstunden noch kürzer sind.
Bei uns in Nordbayern wäre eine zu vermeidende Sommeroptimierung irgendwo zwischen 33 und 40 Grad, 45 Grad ist bereits ganz gut für Spätfrühling und Frühherbst.
Bei freier Wahl der Neigung würde ich hier bei uns nicht steiler als 55 Grad wählen.

Von der Fa. Sailer gibt es auch einen ovalen Pufferspeicher, wenn die Türen noch knapper sind.
Wir haben nur Flachkollektoren in unseren Häusern, da reicht auch der etwas schmächtigere 750-850-Liter-Puffer.

Knapp durch die Türe ist auch im Keller... ;)

Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 05.03.2021 09:18:13
1
3120546
Wenn ich mich recht erinnere, ist die offizielle Empfehlung 60°, um im Sommer weniger Überschüsse zu haben.
Meine Anlage ist nach der Regel ausgerichtet: Neigungswinkel = Breitengrad des Wohnortes, also 50°. D.h. an den Tag- undNachtgleichen hat die Anlage max. eta.


Grüße

Heinz

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 06.03.2021 15:47:54
0
3121181
Zitat von h.j.k. Beitrag anzeigen
Wenn ich mich recht erinnere, ist die offizielle Empfehlung 60°, um im Sommer weniger Überschüsse zu haben.
Meine Anlage ist nach der Regel ausgerichtet: Neigungswinkel = Breitengrad des Wohnortes, also 50°. D.h. an den Tag- undNachtgleichen hat die Anlage max.[...]


Hallo Heinz,

ich kenne keine "offiziellen Empfehlungen".

50° bis 55° sind für deutsche Verhältnisse bei HU optimal.

Meine Empfehlungen bei Schulungen.

Wenn der Dachneigungswinkel 40° oder größer ist, bleibt der Mehrertrag durch genau berechnete Aufständerung überschaubar.

Bei Winkeln < 40° lohnt es sich, eine Aufständerung zu prüfen

Bei Winkeln < 30°, sollte man immer aufständern.

Das gilt aber nur für HU !

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
PeWe34
Zeit: 07.03.2021 15:50:49
1
3121602
Ich weiß zwar, dass Du nicht auf mich hören wirst, aber ich schreibs trotzdem.

Der 500 Liter Speicher ist für 10 m² schon etwas klein, wenn er aber hauptsächlich die Heizung in der Übergangszeit unterstützen soll, wird der nicht wirklich heiß.

Mein Rat wäre recht einfach, aber Du brauchst dafür eine passende Steuerung, z.B. eine UVR von TA.
Da Du FBH hast, können Deine Kollies direkt die FBH heizen. Zunächst mal solltest Du auf die bescheuerten Rohrwärmetauscher verzichetn und eine richtigen Platten WT mit 50 cm Länge einbauen. Dann regelst Du die Kollies mit den WT-Pumpen auf die FBH-Temperatur. das heißt: Wenn die FBH 30°C fordert, wird der Volumenstrom der Kollies so geregelt, dass diese 30°C raus kommen. Reicht die Leistung der Kollies dafür nicht, wird mit dem Gasbrenner über einen Bivalentmischer die FBH versorgt. Ein BIV-Mischer sieht aus wie ein 4-Wegemischer, ist aber was Anders. Der BIV-Mischer hat 2 Eingänge. Einen für niedrigere Temperaturen und einen für höhere Temperaturen. Die Mischerregelung geht Richtung Hochtemperatureingang, wenn die niedrigere Temperaur nicht ausreicht.
Die Kollies liefern Ihre Wärme an den Niedertemperatureingang, mit einem Abzweig zum Puffer. Der Puffer sollte ein Eiinschichtsystem haben, das man auch selber bauen kann, das ist sehr einfach, alles nur Physik.
Wenn nun die Kollies genug, oder sogar mehr Wärme liefern als gebraucht wird, geht diese Wärme am Niedertemperatureingang in den BEV-Mischer, und von dort zur FBH.
Wenn die Kollies durch Volumenstromerhöhung nicht mehr auf die FBH-Temp heruntergeregelt werden können, geht der Mischer in Richtung Heizkreislauf und mischt wie ein 3-Wegemischer das zu warme Wasser mit dem FBH-Rücklauf. Der Überschuss schichtet sich ganz von alleine üner das Schichtsxstem in den Puffer ein.
Wenn nun die Kollies die Temperatur für die FBH nicht mehr schafft, dreht der BIV-Mischer weiter richtung "Hochtemperatureingang". Hier ist der gaskessel angeschlossen, und der wird eingeschlatet, wenn eben die FBH nicht mehr ausreicht. ist der Puffer zu dieser zeit kalt genug, können die Kollies das lauwarme wasser. das sie noch bringen in den Puffer schieben.
Wenn das Wasser im Puffer warm genug ist, und die Kolluies abschalten, dann entnimmt der BIV-Mischer das Wasser aus dem Puffer.
Der Gasbrenner wird nicht an den Puffer angeschlossen, er versorgt wie bisher entweder die heizung oder er kädt bei Bedarf den WW-Speicher. Die Kollies beheizen den WW-Speicher nur, wenn sie mehr Leistung und Temperatur liefern als die FBH braucht. es ist immer sinnvoll die Kollies für die niedrigste Temperatur zu nutzen, weil da der Wirkungsgrad am Besten ist. Der Gasbrenner kann dann die höheren temperaturen für Wasser und heizkörper liefern. Eine Rücklaufanhebung ist für einen Brennwertkessel absoluter Schwachsinn.

Tippfehler bitte selbst korrigieren - danke

Verfasser:
gagamel
Zeit: 08.03.2021 11:33:41
0
3121953
Hallo ...

Aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass 500 Liter Speicher zu klein ist. Ich habe auch 2x30 RK ost/west, 200L (WW) +350L (HÜ)+1000L (HÜ) und habe im Sommer Überschuss an Wärme, so das ich die Speicher kühlen muss.
Im Winter bring die Anlage nur wenig, wegen fehlender Sonne. Der Vorteil ist die ÜZ und Sommer (WW ohne Fremdenergie).
Meine Strategie:
Im Winter: Läuft in meinem Fall nur der Öli. WW wird, so lange der Kessel läuft, über PWT bereitet, der auf dem Ausgang des WW Sp. montiert ist.

In der ÜZ: Zu erst wird der 350L Sp. dem HRL zugeschaltet, zur RL Anhebung. Bei mehr ST Ertrag der 1000L dazu.

Im Sommer: Zu erst der WW Sp. (wird auf 50°C gehalten) dann erst der Sp.2 und 3.

Die 2 RK´s schaffen es nicht 200qm alleine zu heizen.
Deshalb ist die RL-Anhebung für mich die einzige Lösung.

Ob der Brennwertgewinn/-verlust beim TE höher ist, als der, der RL-Anhebung ?

Ich kann dem TE empfehlen, ca. 2000L, für die Zeit in der kein WW entnommen wird (Urlaub u.s.w.) damit seine Anlage keinen Schaden nimmt.

Gruß

Verfasser:
gagamel
Zeit: 08.03.2021 13:00:09
0
3121981
Zitat von PeWe34 Beitrag anzeigen

Der 500 Liter Speicher ist für 10 m² schon etwas klein, wenn er aber hauptsächlich die Heizung in der Übergangszeit unterstützen soll, wird der nicht wirklich heiß.
[...]


Was macht der TE mit 500L im Sommer wenn nicht geheizt wird?

"Wenn das Wasser im Puffer warm genug ist, und die Kolluies abschalten, dann entnimmt der BIV-Mischer das Wasser aus dem Puffer."

Warum nicht aus dem Puffer heizen und gleichzeitig von mit Kollis den Puffer beladen lassen?

Es ist nichts anderes, als das Umschalten zwischen zwei Heizkreisen.

1.Keine Tem. im Puffer = Brenner An + Pufferkreis Aus
2.Temp. im Puffer höher als HVL( + x°) = Brenner Aus + Pufferkreis An.

Einen Mischer braucht man noch, um die höhere Leistung der ST als HVL zu puffern.
Abschalten der ST Pumpe bei Sonne ist wie Kühlschrank offen zu lassen..
Von einer möglichen Überhitzung der Kollis abgesehen.
Gruß

Verfasser:
macgyver73
Zeit: 08.03.2021 13:05:13
0
3121985
Gagamel ist mir weitgehend zuvorgekommen:

@PeWe34,
wenn deine Fussbodenheizung im Sommer abgeschaltet ist, kocht der 500L-Puffer entweder schon am ersten Sommertag oder die Anlage geht einfach auf Stagnation.

Trotzdem klingt dein Konzept interessant:
Kannst du ein Schema zeichnen und hier einstellen?
Vielleicht wird mir dann der Gedankengang bei der Lösung schlüssiger.

Verfasser:
gagamel
Zeit: 08.03.2021 13:27:45
0
3121991
Als Beispiel vielleicht so:

Es gibt viele Möglichkeiten.... nur so zur Info.


https://www.bilder-upload.eu/bild-dc65b5-1615206279.png.html

Verfasser:
gagamel
Zeit: 08.03.2021 13:41:19
0
3121998
Will man die ST auch im "Winter" nutzen, empfehle ich einen kleineren Nebenpufferspeicher zu nehmen. (je nach Anlagenleistung)
Denn, 1000Liter auf eine nutzbare VL Temp. zu bringen, ist in der ÜZ schwieriger als beim kleineren Puffer.

Verfasser:
gagamel
Zeit: 08.03.2021 14:09:35
0
3122004
Hier ein Bild vom 2.3.21

2 x 30RK Ost-West , 350Liter Nebenspeicher und 200qm Wohnfläche. Haus von 1986

6 Stunden ohne Brenner.

https://www.bilder-upload.eu/bild-6ee85e-1615208868.png.html

Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 08.03.2021 17:04:21
1
3122046
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von h.j.k. Beitrag anzeigen
[...]


Hallo Heinz,

ich kenne keine "offiziellen Empfehlungen".

50° bis 55° sind für deutsche Verhältnisse bei HU optimal.

Meine Empfehlungen bei Schulungen.

Wenn der Dachneigungswinkel 40° oder größer ist, bleibt der Mehrertrag durch[...]



Hallo Dietmar,

sorry, dann habe ich mich geirrt.
War der Meinung, dass ~ 2008 Du diesbezüglich was gesagt hattest.

Also "Reset" :-))

Nette Grüße

Heinz

Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 08.03.2021 17:08:26
1
3122048
Zitat von gagamel Beitrag anzeigen
Hier ein Bild vom 2.3.21

2 x 30RK Ost-West , 350Liter Nebenspeicher und 200qm Wohnfläche. Haus von 1986

6 Stunden ohne Brenner.

https://www.bilder-upload.eu/bild-6ee85e-1615208868.png.html



Kessel bis fast 70° ? Runter und Laufzeit wesentlich verlängern!

Gruß

Heinz

Verfasser:
gagamel
Zeit: 08.03.2021 17:53:24
0
3122071
Zitat von h.j.k. Beitrag anzeigen
Zitat von gagamel Beitrag anzeigen
[...]



Kessel bis fast 70° ? Runter und Laufzeit wesentlich verlängern!

Gruß

Heinz


Wenn ich ruter gehe, dann taktet der Kessel zu sehr. Hab ihn schon auf minimum und 80° Abgastemperatur. Hab´s schon versucht.
Er schaltet bei 60° aus. Die restliche Wärme komm nach. Man sieht es an der steilen Kesselkurve. Kessel Vitola 200 auf 18Kw eingestellt. Brenner WL10. Vielleich würde kleinerer Brenner helfen..

Verfasser:
Frimo
Zeit: 08.03.2021 20:02:23
1
3122134
Zitat von gagamel Beitrag anzeigen
Will man die ST auch im "Winter" nutzen, empfehle ich einen kleineren Nebenpufferspeicher zu nehmen. (je nach Anlagenleistung)
Denn, 1000Liter auf eine nutzbare VL Temp. zu bringen, ist in der ÜZ schwieriger als beim kleineren Puffer.


Da komme ich nicht ganz mit.
Ich brauche - wenn ich einen Puffer verwende - doch keine VL - tauglichen Temperaturen um die ST zu nutzen.
Solange ich 10k Differenz zwischen Kollektor und Speicher unten habe, kommen 6 kw Dauerleistung vom Dach.
Unabhängig davon, ob das nun 60/50 oder 50/40 oder was auch immer sind.
Was von oben kommt, muß der Kessel nicht leisten, unabhängig vom Temperaturniveau.
Wichtig ist nur, daß der Kessel sich zurücknimmt und Platz im Speicher macht.
So läuft das bei meiner Anlage.
Ich versorge die Heizkörper mit recht hoher Spreizung, da ist der Puffer unten schnell unter 40 Grad, weil der Pelleter abschaltet, und erst bei erreichen der Grenzwerte die Differenz dazubringt. Und selbst bei lockerer Bewölkung kommen die FK über 50 Grad und das bei vollem Durchfluss.
Es geht nicht um die absolute Temperatur am Kollektor, sondern um die Differenz zum Speicher, wenn ich das richtig verstanden habe.

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