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Foren
"Heizkreis Längen sind nicht so wichtig, das macht der hydraulische Abgleich" - Fragen
Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 17:30:12
3
3192702
Zitat:

Und genau das sagt der Ing unter genanntem Link, dass eine Überoptimierung schlecht für die Geldbörse ist und sich nie ausbezahlen wird.


Da widerspricht ja auch keiner. Das Problem ist nur, dass die Grenze zwischen NOTWENDIGER Optimierung/Berechnung und Überoptimierung in der Darstellung jener Webseite rasch verwischt.

Schau einfach in das Forum... wieviele Threads drehen sich um Überoptimierung und wieviele um FBH, die ineffizient laufen oder deren Wärmeerzeuger sich tottaktet?

Letztere das sind das wesentliche Problem!

Ich könnte ja mal einen Thread aufmachen und fragen, wie ich die Taktzahl meiner SWP reduzieren kann... sind immerhin 140 Takte (....im Jahr!). :-)

Solche Threads findet man hier nicht oder kaum, während es durchaus Fälle gibt, die Takte in dieser Größenordnung pro Tag schaffen, weil sie falsch ausgelegt sind.

Zitat:

Und genau da trifft man auf Realität und stellt fest, dass neben 80m Kreisen auch 100m Kreise einwandfrei funktionieren können :)


Natürlich geht das... wenn es so berechnet ist. Das sagt auch jene Webseite und das stimmt auch. Niemand behauptet, dass da nur Unsinn steht.

Tatsächlich könnte man die Sache auch ganz anders betrachten.

Ausgangspunkt der Webseite ist ja, dass diese drei Aussagen
- max 80-100m
- möglichst alles gleich lang
- Druckverlust minimieren
als zu pauschal kritisiert werden. Das ist richtig, nur muss man die Alternativen ansehen. Ich denke, dass wir uns einig sind, dass die perfekte FBH sinnvoll berechnet ist und dabei auf minimalen Energieverbrauch ausgelegt wird. In der Praxis passiert das aber oft nicht und man stößt auf Sprüche wie "Längen egal, das macht der hydraulische Abgleich" oder, noch schlimmer, "Berechnung egal, das macht die ERR". Wenn man von diesem Punkt ausgeht, wird man feststellen, dass der pauschale Ansatz tatsächlich zu einem besseren Ergebnis führt als planlos irgendwas zusammenzuschustern, was dann per HA oder ERR glattgezogen werden soll. Auf der anderen Seite hat - das zeigt die Webseite, auch wenn sie meiner Meinung nach nicht ausreichend zwischen Notwendigkeiten und Überoptimierung abgrenzt - der Pauschalansatz natürlich deutliche Nachteile gegenüber einer sinnvollen und durchdachten Berechnung.

Wenn wir also eine Rangfolge aufstellen:

Platz 1: Die berechnete und sinnvoll ausgelegte FBH, die genau so gebaut wird
Platz 5: Alle Kreise 80-100m, alle gleich lang, geringer Druckverlust
Platz 999: Einfach zusammenschustern, denn die ERR, der HA oder vielleicht auch die KI im Wärmeerzeuger werden das schon irgendwie schaffen

Sprich: Beim "Rumhacken" auf dem Pauschalansatz muss man immer bedenken, was die Alternative ist...

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.09.2021 17:35:07
0
3192705
Schließe mich JanRi an. Eine Auslegung nach den Daumenregeln ist nicht ideal, aber wenigstens 99% der Problemfälle hier im Forum wären weg, besonders wenn man dem Hausbesitzer noch ein kopiertes Blatt mit der Anleitung zum thermischen Abgleich in die Hand drücken würde mit dem Hinweis dass das ganz wichtig für die Lebensdauer seiner Heizung ist.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 14.09.2021 18:01:55
2
3192717
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Schließe mich JanRi an. Eine Auslegung nach den Daumenregeln ist nicht ideal, aber wenigstens 99% der Problemfälle hier im Forum wären weg, besonders wenn man dem Hausbesitzer noch ein kopiertes Blatt mit der Anleitung zum thermischen Abgleich in die Hand drücken würde mit dem Hinweis dass das ganz[...]

Vor allen Dingen muss man den Betreiber über die Hintergründe des thermischen Abgleichs informieren. Erst dann versteht er den Sinn und die Vorteile. Komischerweise verstehen das die Betriebe am wenigsten.

Solche Erklärungen habe ich schon viele verteilt.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.09.2021 18:08:04
0
3192718
Völlig korrekt - aber das passt auf ein kopiertes Blatt :-)

Verfasser:
OldBo
Zeit: 14.09.2021 18:10:59
0
3192719
Naja, man könnte sich auch den Mund fusselig reden. Aber ich habe auch passende Info-Blätter ;>))

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 14.09.2021 18:53:36
0
3192733
Ich habe nie behauptet, dass eine Pi x Daumen FBH Auslegung gut sei. Hier ging es darum, dass alle Kreise, die länger als 70-80m pauschal als nicht gut bezeichnet werden. Und genau das stimmt so nicht.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 14.09.2021 19:45:28
2
3192746
Was stimmt denn dann?

Lange Kreise > 100 m = hoher Strömungswiderstand --> Pumpenleistung muss entsprechend hoch sein, sonst stirbt bei einer WP der Kompressor vorzeitig. Geräteinterne Pumpen geraten dabei regelmäßig an ihre Grenzen.

Stark unterschiedlich lange Kreise = kürzester Kreis bestimmt die Anlageneffizienz, häufig das Bad.

Und darum sind lange Kreise oder stark unterschiedlich lange Kreise eben suboptimal.

Es wird häufig vergessen, dass die Kosten des Heizungsbetriebs über x Jahre deutlich über denen der Anschaffungskosten für die Heizung liegen. Wer also nachhaltig sparen will, gibt beim Bau das Geld aus und nicht während des Betriebs.

Verfasser:
MissT
Zeit: 14.09.2021 19:57:07
1
3192755
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen

Vor allen Dingen muss man den Betreiber über die Hintergründe des thermischen Abgleichs informieren. Erst dann versteht er den Sinn und die Vorteile. Komischerweise verstehen das die Betriebe am[...]


Sorry, aber THERMISCHER Abgleich?!? Gemeint ist wohl der HYDRAULISCHE Abgleich, denn der ist maßgeblich dafür, dass die WP möglichst effizient läuft = kein thermischer Kurzschluss, der die WP zum Takten bringt & möglichst niedrige VL-Temperaturen. Der thermische Abgleich kommt erst danach und dient lediglich dem Umschichten von Wärme zwischen den Räumen.


Ich erzähle mal von meinem Leidensweg:
Wir haben 2017/2018 ein EFH gebaut und mein Installateur hat mir u. a. bei der Heizung so einen „Pi-mal-Daumen“-Sch… hinterlassen - ich verfluche ihn noch heute dafür. Er hat vorher nichts berechnen lassen und einfach überall 10cm VA gemacht: „Aus Erfahrung passt das schon, da hat man später in jede Richtung noch Reserven.“ Die längsten Kreise haben 120m, der kürzeste 45m - obwohl hierfür bereits zwei kleine Räume (Gästebad und Abstellraum) zusammengelegt wurden. Im Nachhinein bin ich draufgekommen, dass die längsten Kreise tatsächlich noch länger sein müssen und vermutlich 130-140m haben. Die Wohnkellerräume, welche nur leicht temperiert werden sollten, kann man gar nicht so stark drosseln, dass sie nicht wärmer werden als benötigt, dafür fehlt es an Wärme in mehreren anderen Räumen. Ein hydraulischer Abgleich wurde erst gemacht, als ich darauf bestanden habe. Hierfür wurde im Nachhinein (!) eine Berechnung beim Rohrhersteller PipeLife beauftragt.

Das Ergebnis dieser „Berechnungen“ war eine einzige Katastrophe: Zum einen ist schwarz-auf-weiß heraus gekommen, dass in manchen Räumen nur 60-80% der benötigten Heizleistung erreicht werden. Zum anderen waren haarsträubende Fehler enthalten, von denen ich bei manchen davon ausgehe, dass sie nur den Versuch darstellen, ein paar der Probleme zu kaschieren. Darunter völlig unrealistische Spreizungen, Durchflussmengen von 0,2-0,3L/min oder mehr als 2L/min für die längsten Kreise, die die UWP dort gar nicht durch bringt etc. etc. Die Berechnungen waren das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt waren. Ergänzend dazu habe ich eine Mitsubishi-WP, die überdimensioniert ist, zusätzlich noch schlecht runter modulieren kann und deren Steuerung völliger Schrott ist.

Letztendlich habe ich selber das Bestmögliche aus der Anlage noch herausgeholt, indem ich selber von Grund auf ohne Berechnungen einen hydraulischen Abgleich gemacht habe: Alle Kreise voll aufgedreht und morgens (= über Nacht alle Türen zu, morgens noch überall die Beschattung unten) über mehrere Tage hinweg bei allen Kreisen mit einem IR-Thermometer die RL-Temperaturen gemessen und notiert habe. Dann alle Kreise mit höheren RL-Temperaturen etwas eingedrosselt, ein paar Tage gewartet und wieder gemessen. Das ganze so oft wiederholt, bis alle Kreise eine sehr ähnliche RL-Temperatur hatten, und die Durchflussmengen notiert > hydraulischer Abgleich fertig! Dann kam erst der thermische Abgleich: In jedem Raum Thermometer, deren Anzeige ich mit einem „Hauptthermometer“ abgeglichen habe. Wieder mit jeweils mehreren Tagen dazwischen Wärme von zu warmen Räumen auf zu kühle Räume umgeschichtet. Hinzu kam noch das Einstellen der UWP, damit die Gesamtspreizung passt und die WP weniger taktet sowie das Anpassen der VL-Temperatur bzw. Heizkurve.

Ich bin mir sicher, dass ich damit aus meiner Anlage das Maximum an MÖGLICHER Effizienz heraus geholt habe. „Optimal“ ist sicher was ganz anderes, aber mehr ist hier einfach nicht drinnen. Wenn man mit diesem Zirkus durch ist, dann kann man nur hoffen, dass man damit jegliches schlechtes Karma bis ans Lebensende abgearbeitet hat.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 20:04:30
0
3192761
Zitat:

Hier ging es darum, dass alle Kreise, die länger als 70-80m pauschal als nicht gut bezeichnet werden.


Wer tut das denn?

Zitat:

Lange Kreise > 100 m = hoher Strömungswiderstand --> Pumpenleistung muss entsprechend hoch sein, sonst stirbt bei einer WP der Kompressor vorzeitig. Geräteinterne Pumpen geraten dabei regelmäßig an ihre Grenzen.


Pauschal ist das so... aber wenn man genauer hinschaut, ist das nicht immer so. Wenn man den 100m-Kreis nämlich nur mit etwa 0,5 l/min durchströmt, dann ist das auch kein Problem. Das wiederum klappt aber nur, wenn alles so berechnet ist, dass es zusammen passt.

Wie oben schon geschrieben... mit 10W bei 12,2 l/min läuft unsere FBH ziemlich gut. Sie hat einen 100m-Kreis (und mehrere knapp unter 90m), der bei diesem niedrigen Durchfluss problemlos läuft (laut Plan sollte er knapp über 80 sein... da hat der HB dann zugeschlagen, aber da der Raum noch vier weitere Kreise hat, passt das immer noch gut zur benötigten Heizlast). Auf der anderen Seite ist sie aber so ausgelegt, dass sie mit eher wenig Durchsatz pro Kreis auskommt. Es gibt nämlich sehr viele Kreise... 28 Stück, um genau zu sein (für etwa 215 qm Wohnfläche). Pro "normale" Etage haben wir 10-12 Kreise...viele Entwürfe sehen da weniger vor. Kostet natürlich mehr Rohr... wir haben 2158 Meter in der FBH, 2 Wandheizungen und den Dachschrägenheizungen.

Wenn natürlich jemand einen 100m-Kreis so plant, dass da 3 l/min durchmüssen, dann geht das nur per Gewalt, also ordentlich Pumpenleistung. Von daher: Es kommt auf die Rahmenbedingungen an.

Zitat:

Stark unterschiedlich lange Kreise = kürzester Kreis bestimmt die Anlageneffizienz, häufig das Bad.


So ist es bei Bauten, die planlos entstanden sind. Wenn man bewusst einen kurzen Kreis baut und den sinnvoll plant, dann muss man natürlich beachten, dass er eingedrosselt werden muss (um hydraulisch zum Rest zu passen) und ebenso muss man beachten, dass er dann weniger Heizleistung als die längeren Kreise bringt. Wenn man das so berechnet hat, gibt es auch kein Problem.

Tut man das nicht, muss man den kurzen Kreis mit hohem VL und/oder viel Durchfluss "retten", was dann die Gesamteffizienz sofort in den Keller zieht.

Zitat:

Und darum sind lange Kreise oder stark unterschiedlich lange Kreise eben suboptimal.


Es sei denn, man hat es bewusst so geplant und bei der Berechnung die daraus resultierenden Konsequenzen beachtet.

In unserem Fall überheizt das Bad leicht... ich muss es tatsächlich drosseln. Es hat zwei leicht kürzere Kreise (um die 70m, sonst sind es eher etwas über 80), aber dafür eine vollwertige Wandheizung, die das mehr als ausgleicht.

Von daher bleibe ich beim Fazit des letzten Posts:

Der Goldstandard ist die perfekt berechnete und so gebaute Anlage. Wenn das so geplant und gerechnet ist, dann stört auch ein längerer oder kürzerer Kreis nicht.

Wenn man das nicht hat, ist die pauschale Variante (alles etwa gleich lang usw.) deutlich besser als das planlose Hinpfuschen.

Oder, noch anders formuliert: Wenn der Kreis kurz oder lang ist, weil das so berechnet wurde und die Berechnung in sich schlüssig ist, dann ist das okay. Wenn er aber kurz oder lang ist, weil der Erbauer es aus irgendwelchen anderen Gründen (keine Lust, Rohr aufgebraucht, "hat so gepasst" oder "HA gleicht das aus" oder "ERR zieht das gerade" oder "ham wir imma so gemacht") einfach mal gemacht hat, ohne die Konsequenzen zu bedenken, dann ist das alles andere als okay und führt zu großen Problemen.

Verfasser:
DK_Hausbau
Zeit: 14.09.2021 20:26:10
0
3192768
@JanRi
welche Tacosetter benutzt du bei dem geringen Durchfluss?

Verlege auch gerade 4200m MVR auf 260qm.
Es sind 6 Heizkreisverteiler verbaut welche dann etwa 50-55 Heizkreise geben werden.
Bin auch mit den Berechnungen im Durchfluss unter 1l/min. Je nach Spreizung und Temperatur etwa bei 0,6-0,7L pro Heizkreis.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.09.2021 20:31:03
0
3192772
Wenn's wirklich nachvollziehbar abzulesende Volumenstrommesser sein sollen: Tacosetter-Rondo 👈 Link!

Bei über 50 Einzelheizkreisen gibt's bestimmt ordentlichen Nachlass beim Kauf! 🙈

Verfasser:
DK_Hausbau
Zeit: 14.09.2021 20:55:35
0
3192784
Joa mal ein Rabatt anfragen :-)

Wobei theoretisch alle Heizkreise voll öffnen und über die Umwälzpumpe den Durchfluss regeln, somit auch wieder weniger Druckverlust.
Bin noch nicht ganz drin in der Jeisha, aber meine gelesen oder aufgeschnappt zu haben das die über die Spreizung selbst den Durchfluss regelt.
Dauert aber noch etwas bis ich die Dame aufstelle.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 20:59:36
0
3192787
Zitat:

welche Tacosetter benutzt du bei dem geringen Durchfluss?


Solche, die dafür NICHT geeignet sind. Der TGA-Planer hat extra was von 2,5 l/min-Tacosettern in den Plan geschrieben, was der HB aber ignoriert hat, denn anscheinend hat sein Großhändler nur die Dinger mit 5 l/min gehabt. Ich hatte extra noch um einen Umbau gebeten, aber er hat nichts für die schon verbauten Verteiler bekommen (oder wollte das nicht umbauen).

Bei 12,2 l/min zeigen die nichts sinnvolles an. Wenn ich wirklich feinabstimmen muss (was eigentlich nie der Fall ist, weil fast alles sowieso komplett offen ist), stelle ich die WT-Pumpe auf 100% (etwa 26 l/min bei 63 W), was dann um 1 l/min in den meisten Kreisen ergibt. Da sieht man dann genug, um feinfühlig dran drehen zu können, nur muss man dann bedenken, dass die Balance bei 12,2 oder 14,6 l/min anders aussieht.

Von daher ignoriere ich die Dinger im Normalfall einfach.

Einziger Vorteil: Wenn ich die Dachschrägenheizung entlüfte (Bohrmaschinenpumpe auf Vollgas am gegen das System abgedrehten Verteiler), sieht man an den Tacosettern gut, was passiert, denn damit komme ich bei 4 aktiven Kreisen am durchflussstärksten Kreis auf die 5 l/min.

Zitat:

Verlege auch gerade 4200m MVR auf 260qm.


Das ist sportlich :-)

Verfasser:
DK_Hausbau
Zeit: 14.09.2021 21:07:38
0
3192792
Ja die 2,5L Tacosetter oder Topmeter hab ich auch schon gesehen, da kost einer halt auch 12€.
Standard sind wohl die 5L Tacosetter verbaut, zumindest hab ich noch keine Verteiler mit den 2,5L Tacosetter gesehen.

Wie du schreibst, alles voll auf und erstmal schauen wie sich alles verhält, werd es beim ausheizen vom Estrich ja sehen.

Ja das MVR hat es schon in sich, die ersten 1000m sind verlegt und die Hände gerade die Daumen benötigen erstmal eine Pause.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 21:17:14
0
3192797
Zitat:

das die über die Spreizung selbst den Durchfluss regelt.


Erwarte nicht zu viel. Die Nibe 1x55 kann das auch... aber es funktioniert in den meisten Fällen nicht. Bei einer modulierenden WP, die zudem auch noch die Heizungspumpe moduliert, hat man viele Unbekannte in der Gleichung, was dann schnell zum Schwingen oder zu seltsamen Verhalten neigt.

Ich kenne den Regler der Jeisha nicht, aber bei Nibe wird diese Automatik von fast allen Nutzern nicht verwendet und fest eingestellt. Meine "Automatik" ist, dass ich im Übergang und beim Kühlen mit 12,2 und im Kernwinter mit 14,6 l/min fahre.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 14.09.2021 21:33:00
0
3192803
Hat sich auf Seite 1 ff. so angehört, alle Kreise möglichst gleich lang usw. Ich finde, dass man durchaus auch 70 bis 100m Kreise ohne Probleme miteinander kombinieren kann. Kommt halt drauf an, welcher Raum und wie warm man es haben möchte.
Bei mir liegen bspw. im Schlafzimmer die zwei längsten FBH Kreise mit VA12,5 und VA 15 (86m und 96m inklusive Anbindung).
Warum? Weil ich hier die FBH sowieso vermutlich entweder ganz schliessen oder zumindest stark drosseln werde. Es wird sonst einfach zu warm in dem Raum (BKA heizt ja noch von oben ein wenig zu). Ich hasse warme Schlafzimmer wie die Pest, so kann man kaum schlafen.
Was würde es mir bringen, hier stattdessen 3 Kreise á 60m zu verlegen? Um sie dann sicher komplett abzuwürgen?

Im Bad sieht es hingegen anders aus. Hier haben wir absichtlich VA7,5 und 2x 75m Kreise geplant und verlegt. Hier wird Wärme benötigt, also macht es Sinn.

Genau so Technikraum, Abstellraum, Speise, Büro. Hier braucht kein Mensch VA10 und möglichst kurze Kreise. Die Lebensmittel mögen es kühl, der Besen auch, genauso Technik. Büro heizt sich vom Rechner und Monitor schon so auf, dass hier im Winter eher gekühlt werden muss 🙈

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 21:56:15
0
3192810
Zitat:

Warum? Weil...


Siehst du... und damit (mit dem Wort "weil" :-) ) fällst du schon in die Kategorie derer, die sich Gedanken machen. Siehe meine Postings weiter oben. Wenn man BEWUSST und GEPLANT verschieden lange Kreise realisiert und die Konsequenzen berechnet oder kennt, dann spricht ja auch nichts dagegen. Tut man es hingegen gedankenlos... naja... siehe obige Postings. DANN ist es besser, sie gleichlang zu machen. Das wird dann sicher nicht so gut wie die durchdachte und geplante Variante, aber sicher deutlich besser als gedankenloses Zusammengepfusche ala "ERR/HA wird es richten".

Zitat:

Ich finde, dass man durchaus auch 70 bis 100m Kreise ohne Probleme miteinander kombinieren kann.


Siehe oben... ist hier nicht anders... aber eben GEPLANT.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 14.09.2021 22:03:14
0
3192813
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Zitat:
[...]


Erwarte nicht zu viel. Die Nibe 1x55 kann das auch... aber es funktioniert in den meisten Fällen nicht. Bei einer modulierenden WP, die zudem auch noch die Heizungspumpe moduliert, hat man viele Unbekannte in der Gleichung, was dann schnell zum Schwingen oder zu seltsamen Verhalten[...]


Moin,

die Delta T Regelung der Jeisha greift so ziemlich als letztes: Erst moduliert der Kompressor, dann meist ganz leicht der Ventilator... als letztes nimmt sie den Durchfluss zurück um die Soll Spreizung zu erreichen. Es bringt auch Probleme mit sich, da Kreise mit hohen Widerstand dann irgendwann fast garnicht mehr durchströmt werden...

Ich habe sie auf Delta T = 1K stehen und nicht auf "Max. Pumpspeed". Warum: 1K erreicht sie nie und sie läuft immer mit der max. erlaubten Pumpenleistung, aber wenn sie im Schnüffelmodus ist, geht die Pumpenleistung runter auf ca 10L/min. Das macht sie bei "MAx. Pumpspeed" nicht. Dort läuft sie immer mit der max. erlaubten Pumpendrehzahl.

Wichtig ist die richtige Pumpedrehzahl zu bestimmen und die findet man am besten nach dem hyd. Abgleich oder ersten Runden des TA raus. Hierbei fährt man verschieden Pumpendrehzahl und notiert sich die Leistung (abzgl- ca 11W für die Steuerung). Dann findet man schnell heraus, welcher Durchfluss am Besten passt, da die Pumpenleistung überproportional zum Druchfluss steigt. Macht eben meist keinen Sinn 30W Leistung für 1200l/h anstelle 900l/h zu verbrauchen... Der benötigte VL steigt darduch nicht mal um 0,5K.

Grüße

Grüße

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 14.09.2021 22:15:36
0
3192817
Zitat von DK_Hausbau Beitrag anzeigen
Ja die 2,5L Tacosetter oder Topmeter hab ich auch schon gesehen, da kost einer halt auch 12€.
Standard sind wohl die 5L Tacosetter verbaut, zumindest hab ich noch keine Verteiler mit den 2,5L Tacosetter gesehen.

Wie du schreibst, alles voll auf und erstmal schauen wie sich alles[...]


Ich habe nur 2,5l/min Tacosetter... was soll ich den mit 5l/min? Habe noch zwei Abgleichventile in zwei noch bestehenden Kreisen mit Heizkörpern, hilft beim TA etwas...

Ob man eine HA braucht oder nicht kann man diskutieren, eigentlich geht auch direkt ein TA. Das eine beruht eben auf einer Berechung, der andere auf den realen Bedingungen. Nicht mehr und nicht weniger...

Beim TA einer WP ist das Wichtigste, dass mind ein Kreis nicht gedrosselt wird, so vermeidet man das "totdrosseln" der Hydraulik, gerade wenn man nicht so tief im Thema ist...

Grüße

Verfasser:
JanRi
Zeit: 14.09.2021 22:57:27
0
3192828
Zitat:

Warum: 1K erreicht sie nie und sie läuft immer mit der max. erlaubten Pumpenleistung, aber wenn sie im Schnüffelmodus ist, geht die Pumpenleistung runter auf ca 10L/min. Das macht sie bei "MAx. Pumpspeed" nicht. Dort läuft sie immer mit der max. erlaubten Pumpendrehzahl.


Also quasi ein "Hack", um das zu erreichen, was man z.B. bei der 1x55 direkt einstellen kann: Im manuellen Modus stellt man da nämlich die Pumpendrehzahl (in %) ein und hat zusätzlich die Möglichkeit, die Standby-Drehzahl (also den "Schnüffelmodus") festzulegen. Ich hatte angenommen, dass das eine Standardfunktion bei allen WP ist, aber wenn man das so erzwingt, passt das auch prima.

Zitat:

Wichtig ist die richtige Pumpedrehzahl zu bestimmen


Ich habe ganz zu Beginn ein paar Messungen gemacht und in 5%-Schritten Durchfluss und Stromverbrauch der Pumpe notiert. Wenn man sich das dann als Diagramm anschaut, sieht man quasi durch draufschauen, wo bei der individuellen Anlage der Komfort-Bereich endet und wo das Stromverschwenden anfängt (also wo die Kurve nach oben weggeht). Bei der F1x55 verdoppelt sich von 40 zu 60% der Stromverbrauch, aber der Durchfluss steigt nur um etwa 1/3. 40% auf 70% verdreifacht den Stromverbrauch bei etwa 50% mehr Durchfluss. Der "Komfortbereich" geht damit bis ca. 50% oder knapp drüber (15W)... und genau dahin habe ich dann optimiert.

Zitat:

Beim TA einer WP ist das Wichtigste, dass mind ein Kreis nicht gedrosselt wird,


Ich biete so ca. 20 ungedrosselte Kreise :-) ..im nächsten Winter vielleicht sogar noch ein paar mehr, weil ich weiter am "überoptimieren" bin :-)

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 06:25:00
1
3192848
Und auf diese ungedrosselten Kreise kommt man wie? Indem man sich Gedanken über die Auslegung (raumweiser Wärmebedarf, VA, Kreislängen etc.) macht und nicht pauschal "Alles 70m" macht. Denn wenn man es überall so umsetzt, VA10 und 70m, wird man teilweise heftig drosseln müssen, weil manche Räume einfach überhitzen würden. Oder wie bei meinem Kumpel schalten dann andauernd die Raumthermostate, auf..zu...auf...zu...auf...zu... Auch 10er Verlegung überall und ~85m Kreise mit 16er Rohr. Super Sache.
Hätte man sich Gedanken über die Auslegung (VA, Länge) gemacht, könnte der eine oder andere Kreis einfach ungedrosselt durchlaufen, ohne den Raum zu überheizen. Besser für WP, da mehr Durchfluss möglich und niedrigere VLT.

Ich sehe schon, wir sind uns im Grunde alle einig :) Es gibt nicht die eine pauschale FBH Auslegung, wenn man es richtig und kosteneffizient machen will.
Aber pauschal gilt: bevor ich einen Pfusch mache, halte ich mich lieber (wie meine Heizi und viele anderen auch) an die Regel "Überall VA10 und max. 80(100)m Kreislänge". Damit macht man nix falsch, überheizt aber so unnötigerweise einige Räume. Aber drosseln kann man immer, andersrum wird es schwieriger.

PS: meine Nibe zeigt seit dem letzten Update keine aktuelle Stromaufnahme mehr als Diagramm :( Früher konnte man so schön anschauen, was sie wann an Strom (W) gezogen hat, seit dem Update geht es nimma :(((

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 15.09.2021 20:29:27
2
3193217
Auf die ungedrosselten kreise kommt man durch einen HA und wenn der Murks ist (wie leider in vielen Fällen), dann durch einen TA.

Danach haben die ERR nichts mehr zu tun.

Insofern steckt in der FBH bei Deinem Kumpel noch reichlich ungehobenes Optimierungspotenzial ;-)

Verfasser:
W. Mo.
Zeit: 16.09.2021 14:45:01
0
3193451
Ein automatischer Abgleich findet nach ein paar Jahren von allein statt.

Der wird dann mit einem Spülkompressor wieder zu nichte gemacht.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 16.09.2021 14:52:58
2
3193454
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Denn wenn man es überall so umsetzt, VA10 und 70m, wird man teilweise heftig drosseln müssen, weil manche Räume einfach überhitzen würden.


Nö... In einem Neubau wird nachdem die passende Heizkurve da sit ggf hier oder da 1 oder 1,5 Grad Übertemperatur da sein...

Da wird dann nichts "kraß gedrosselt" und wie gesagt

1000x besser als 120m der längste Kreis und 20m ins Gäste WC weil "geht ja nicht anders"

Da muß mann dann "heftig" drosseln ;-)

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 16.09.2021 16:15:02
1
3193488
1,5°C sind doch bereits Überhitzung...? Ich meine, zwischen 22,5 und 24 Grad ist ein großer Unterschied.

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