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"Heizkreis Längen sind nicht so wichtig, das macht der hydraulische Abgleich" - Fragen
Verfasser:
Velociratops
Zeit: 10.09.2021 22:49:40
0
3191516
Hallo allerseits,

ich möchte gerne, da ich in diesem Forum immer sehr reflektierte Meinungen lese, die Planung meiner eigenen FBH hinterfragen. Vom Heizungsbauer kam die Aussage aus dem Titel „Gleiche Längen sind nicht so wichtig, das macht dann der hydraulische Abgleich“, hier lese ich aber sehr viel, dass Wert auf möglichst vergleichbare Längen gelegt werden soll.

Auf den niedrigen Verlegeabstand der hier im Forum immer betont wird habe ich Wert gelegt, aber das führt zu kurzen Kreisen im Bad, was ja nicht optimal ist? (Wenn mir das jemand noch mal erklären will freue ich mich – ist es schlecht bei Auslegung auf den kritischen Kreis hier reduzierter Volumenstrom entsteht?)

Ich habe mich daher mal selber an die Planung gesetzt und versucht, eine passende Auslegung zu machen.
https://1drv.ms/u/s!AgN9xScPFTn3g36Zjm6BisJXHlFZ?e=8Y8mBO

Hier brauche ich eure Hilfe, da es mir schwer fällt die verschiedenen Parameter unter einen Hut zu bekommen:

- Ähnliche Längen
- Passige Verlegung für die jeweiligen Räume

Folgende Rahmenbedingungen sind fest:
- 14er Rohr (ich weiß, gerne dicker, aber die Noppenbahn liegt schon und ich glaube da passt nichts dickeres rein, Höhe Fußbodenaufbau steht auch fest)
- Max. 9 Heizkreise, Verteiler kann nicht mehr erweitert werden
- Dusche soll nicht mit verlegt werden, da sonst die Überdeckung am dünnsten Punkt Gefälleestrichs sehr dünn wird, da wollen sie keine Gewährleistung übernehmen. Vorwände stehen auch schon fest, da dort Rohre nach oben abgehen, da kann nichts gelegt werden)
- Bad 7,5cm geht nicht (war eine meiner Ideen um die Längen abzustimmen, aber kann man mit der Noppenplatte nicht legen, nur 5 oder 10)

Wie würdet ihr die Heizkreise auslegen?

Danke und Gruß

Verfasser:
schorni1
Zeit: 10.09.2021 23:27:43
4
3191526
Joh, dann nimmste halt im Bad die 5 cm VA oder? Oder mal 5 mal 10 oder? Da muss man halt flexibel sein, damit da viel reingeht, damit die VL weit runter geht.

Die untereinander anzustrebende Rohrlängen-Harmonie* hat nicht nur hydraulische sondern auch thermische Gründe: ein längerer Kreis ergibt ja auch eine größere Spreizung, weil das Heizungswasser einen längeren Weg machen muss.

* man muss das aber auch nicht aufs Komma übertreiben, das ist in der Praxis gar nicht leistbar und ergibt auch nicht DEN faktischen Mehr-Nutzen. SCHÖN wäre halt, wenn die Heizkreislängen nicht grade um 100% variieren.

Verfasser:
Oetzi_Oetztaler
Zeit: 11.09.2021 06:41:58
3
3191542
Welche Bodenbeläge planst du denn?

Wandheizung im Bad bringt übrigens um einiges mehr als VA5

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.09.2021 08:15:42
0
3191554
Zitat von Velociratops Beitrag anzeigen
... möchte gerne, da ich in diesem Forum immer sehr reflektierte Meinungen lese, die Planung meiner eigenen FBH hinterfragen. Vom Heizungsbauer kam die Aussage aus dem Titel „Gleiche Längen sind nicht so wichtig, das macht dann der hydraulische Abgleich“ ...
Der hydraulische Abgleich (HA) ist das Voreinstellen der errechneten Mengen an Wasservolumen der einzelnen Heizkreise ohne Berücksichtigung der real gegebenen Einflüsse!

Ausschließlich mit dem thermischen Abgleich (TA) wirst Du später eine zufriedenstellende Betriebsweise der hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen erreichen, falls die entsprechend passend gebaut worden sind!

Dabei werden zeitgleich die Heizkurvenparameter und die Heizwasservolumenströme im Realbetrieb (fertig eingerichtetes und bewohntes Gebäude) in der Art aufeinander abgestimmt, dass die gewünschte thermische Behaglichkeit in den Räumen halten zu ist, während möglichst wenig Fremdwärmeenergieeeintrag stattfindet.

Bzgl. der Auslegung einer Fußbodenheizung kannst bei Interesse auf folgend verlinkter Seite querlesen.

https://ingenieurbuero-heckmann.de/fussbodenheizung/

Was für'n Wärmeerzeuger willst an den 9 Heizkreisen mit nur 14er Rohr anbinden?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.09.2021 09:46:10
4
3191581
Immer wieder wird ein Hydraulischer Abgleich angesprochen, aber letztendlich ist ein Thermischer Abgleich viel wichtiger.

Verfasser:
W. Mo.
Zeit: 11.09.2021 10:08:38
2
3191588
Immer schlecht wenn der Bauherr die Planung machen will.

Geht es schief, sagt der Bauherr ich bin doch nicht der Fachmann.

Geht es gut, sagt der Bauherr alles muss man selber machen.

Lass eine Planung machen und danach bauen.

Dann kannst Du nach Feierabend mit Deinen privaten Gutachtern, bei einer Kiste Bier Meter für Meter überprüfen.

War letzte Woche bei einem Kunden im Büro.
Er war fleißig am eintippen am Puter.

Da habe ich mich von hinten über seine Schulter gebeugt, um gut zu sehen was er da macht.

Das fand er sehr unhöflich und unverschämt.

Kann ich nicht verstehen, wenn ich bei ihm arbeite macht er es genauso.

Als ich es ihm sagte war doch sehr nachdenklich.

Also lass den Fachmann machen, schau in die Planung und Vergleiche und gut ist.

Verfasser:
Bramme
Zeit: 11.09.2021 10:12:45
0
3191590
Welche Heizlast muss denn abgedeckt werden?
Hat der geplante Wärmeerzeuger einen Mindestvolumenstrom?
Warum bist du auf einen 9er-Verteiler festgelegt? Passt noch irgendwo ein weiterer?

Verfasser:
Velociratops
Zeit: 11.09.2021 10:32:19
0
3191602
Danke für alle Rückmeldungen! Um kurz und bündig auf die Fragen einzugehen:

Wärmeerzeuger: Nibe Sole Wärmepumpe 1255-6. Schwierig aus deiner Sicht @lowenergy?

Bodenbeläge: Beide Wohnzimmer Parkett (Wärmedurchlasswiderstand 0,076 m²K/w), Küche Flur und Bad Fliesen.

Thermischen Abgleich - danke für den Hinweis, trotzdem will ich natürlich jetzt die Auslegung möglichst optimieren.

@W. Mo. gerne würde ich mich einfach raushalten, aber die Erfahrung ist, dass es dann am Ende nicht ganz optimal wird, selbst wenn es die Experten machen. Daher ja euer Input hier. Ich will eigentlich auch nur ne Diskussionsgrundlage schaffen, nicht dass genau meine Planung umgesetzt wird.

@Bramme
- Resultierende Heizlast nach https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html 4,6 kW, aber das gilt für das ganze Haus, im OG kommen Niedertemperaturheizkörper, daher kann ich es nicht präzise auf das Erdgeschoss mit der FBH umlegen aus dem Stand.
- Mindestvolumenstrom: Uff, hab ich jetzt auf die Schnelle nicht im Datenblatt der Nibe gefunden. Hast du ne Idee?
- Der 9er reizt den Platz im Flur aus, das wäre ein Riesen Drama den auszutauschen...Was wäre denn deine Auslegung?

Danke!

Verfasser:
Bramme
Zeit: 11.09.2021 10:48:22
4
3191609
Die 6er Nibe läuft effizient, solange sie maximal mit 5-6K Spreizung läuft, bei 4,6kW sind das rund 13l/min. Bei angenommener Heizlast von 3kW im EG sind das 9l/min. Im Schnitt also 1l/min je Heizkreis, was bei 100m 14er Rohr zu 70mbar Druckverlust führt. Das wäre noch ok, solange die Verluste in der Zuleitung gering sind. Sollte in einigen Räumen aber deutlich mehr Durchfluss erforderlich sein, z.B. 2l/min, ergibt das schon 350mbar, da verbraucht die Umwälzpumpe dann schon nenneswert zu viel Strom.

Die Heizlast der einzelnen Räume bestimmt benötigten Volumenstrom und Temperaturen. Ohne Heizlast kann man kein wirklich sinnvolles Ergebnis bekommen.

Verfasser:
Velociratops
Zeit: 12.09.2021 15:22:27
0
3191978
Hallo Bramme,

vielen Dank für die Erläuterungen.
Was wäre für dich die Grenze zum Druckabfall um noch effizient zu sein? (70 mbar noch ok, 350 zu viel?)

Magst du mir noch kurz erklären, wie du von den 4,6kW auf die 13 Liter kommst?
Ich werde mich bemühen die Heizlasten berechnen zu lassen um dann eine detaillierte Planung machen zu können.

Grundsätzlich wäre aber das Vorgehen, dass (falls die notwendigen Heizlasten nach der Installation später nicht erreicht werden), die Vorlauftemperatur hochzusetzen bis dies der Fall ist, und die Spreizung bei den von dir angegebenen 5K zu belassen oder einen höheren Volumenstrom anzulegen?
Klar will man so niedrig wie möglich bei beiden bleiben, aber einen Tod müsste man dann ja sterben, also erhöhte Energiekosten über mehr Pumpenbetrieb oder höhere Temperaturen. Soweit richtig?

Danke nochmal!

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 12.09.2021 16:07:34
1
3191995
Pumpenstrom ist bei einer WP normalerweise billiger als Temperaturerhöhung.

Irgendwann rauscht es aber evt störend.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 12.09.2021 19:50:42
1
3192064
Zitat:

Magst du mir noch kurz erklären, wie du von den 4,6kW auf die 13 Liter kommst?


Durchfluss in l/min x Spreizung x 1,163 x 60 = Leistung in Watt

Wenn man 4600 Watt hat und eine Spreizung von 5K anstrebt, dann kommt da nach Umstellen raus:

4600/60/1.163/5=13.1

Voila... kann man aber auch umgekehrt verwenden. Ich berechne so z.B. die aktuelle Heizleistung meiner F1155-6PC und via Stromverbrauch dann die Echtzeit-AZ.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 13.09.2021 07:17:39
2
3192125
Der Bodenaufbau im Duschbereich soll so dünn sein, dass da nicht mal ein 14er Rohr rein passt? Wie geht denn sowas? Wie dick ist denn deine Estrichschicht und was ist das für ein Estrich überhaupt?
Angenommen, man hat den Standard, also 6,5cm dicken Estrich und der Fliesen-/Estrichleger baut ein seeehr großzügiges 3cm Gefälle ein - dann sind es immer noch 3,5cm Estrich an der tiefsten Stelle, also min. 2cm Rohrüberdeckung.

2cm Estrich + 7mm Fliesenkleber + 10mm Fliese = knappe 4cm Keramik und Beton über dem Rohr!!!
Was soll da mit dem Rohr noch passieren?

Ich habe bei mir auch nix anderes, 7cm Estrich und 1,60m tiefe Dusche. Hier 3cm Gefälle, also hinten 4cm. Hier liegt aber 17er Rohr und oben drauf Fliesenkleber + Fliese.
Niemand hat hier gemeckert. Nicht mal erwähnt wurde da was.

Ich würde den Duschbereich unbedingt mit belegen. Und zwar geht es nicht nur darum, dass dir dann Heizfläche fehlt. Es geht viel mehr darum, dass der Boden hier stets deutlich kühler sein wird als im Rest des Raumes. Und da man in der Regel barfuß duscht, wird es dir jeden Tag unangenehm auffallen und du wirst jeden Tag schimpfen, warum du damals auf deinen HB gehört hast. Glaub mir!
Deine Frau wird spätestens hier wegziehen :D

Wenn sich der HB da zu krass quer stellt, dann sag ihm einfach, du nimmst es auf deine Kappe und er soll dich einen Zettel unterschreiben lassen, wo drin steht, dass er dich darauf hingewiesen hat und du es trotzdem so wolltest. So ist er aus dem Schneider und alle sind glücklich.
Von solchen Zetteln habe ich während der Bauphase "ein paar" unterschrieben :D

Magst du gerne Wärme im Bad?
Wenn ja, dann mach im Bad alles, was geht, inkl. WH. Bei uns in der Familie gibt es glücklicherweise "noch" keine "Ich-will-mindestens-24-Grad-im-Bad-haben" Personen. Mir reichen auch 21 Grad, Frau ist mit 22,5-23°C auch schon ziemlich glücklich.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 13.09.2021 08:58:19
0
3192141
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Pumpenstrom ist bei einer WP normalerweise billiger als Temperaturerhöhung.

Irgendwann rauscht es aber evt störend.


Moin,

Bei der Auslegung sicherlich ein richtige Ansatz (also lieber 20m mehr Rohr als 1K mehr VL) ... Aber beim TA ist das nicht mehr unbedingt so... da das Potential zur VL Reduzierung ja nur aus der Anhebung der mittleren Heizwassertemperatur kommt.

Um von 5K Spreizung auf 2,5K Spreizung zu kommen und damit den VL um 1,25K zu reduzieren brauche ich den doppelten Volumenstrom, bei vierfachem Widerstand... Da kommen bei den häufig verbauten 8m Pumpen schon schnell 80-100W Pumpenstrom dauerhaft dazu.. muss man eben abwägen, abschätzen oder rechnen ob es sich lohnt...

Grüße

Verfasser:
MissT
Zeit: 13.09.2021 09:49:02
2
3192159
„Gleiche Längen sind nicht so wichtig, das macht dann der hydraulische Abgleich.“

Wenn so eine Aussage von einem Fachbetrieb kommt, dann gäbe es für mich nur eines: Den „Fachbetrieb“ wechseln. Wenn ich daran denke, was ich selber für gewaltige Probleme mit meinem Installateur hatte und wie viele User im ESH-Forum ganz ähnliche Probleme haben mit Firmen, die unfassbare Wissens- und Kompetenzlücken haben, dann kann ich nur jedem Bauherrn raten: Schau ruhig öfter über die Schulter des Fachmanns und lass es Dir nicht madig machen, Fragen zu stellen. Sonst ist man später der X-te, der im Nachhinein überrascht ist, dass die WP eigentlich recht viel Strom verbraucht, das Gerät eigentlich nach recht wenigen Jahren schon hinüber ist und es im Bad irgendwie leider nicht so warm wird, wie man das gerne hätte. Meine traurige Erfahrung ist, dass es leider nur wenige Installateure interessiert, ob die Heizung letztendlich auch möglichst effizient läuft, also sowohl energie- als auch kostensparend.

Der hydraulische Abgleich kommt vor dem thermischen Abgleich, und zwar sowohl bei Planung, Ausführung als auch Wichtigkeit. Nur auf Basis eines funktionierenden HA können niedrige VL-Temperaturen erreicht und thermische Kurzschlüsse durch zu kurze Kreise verhindert werden. Durch Einstellen der Durchflussmengen an den Tacosettern kann man es nicht oder nur bedingt ausgleichen, wenn es Kreise gibt, die nur halb so lang (oder gar noch kürzer) sind, als die längsten Kreise.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 13.09.2021 10:05:45
2
3192167
Richtig. Da wird oft an der falschen Stelle gespart. Es sollten möglichst gleichlange Heizkreise angestrebt werden. Also statt ein langer Kreis besser 2 oder 3 kürzere Kreise. Okay, dann muss der Verteiler mehr Anschlüsse haben, aber man erreicht eine gleichmäßigere Fußbodentemperatur und der Abgleich ist problemlos, ja fast selbständig.

Verfasser:
PeWe34
Zeit: 13.09.2021 10:16:01
0
3192172
Ich denke, dass die länge der Kreise einer FBH so ziemlich das wichtigste sind, was man bei der Planung berücksichtigen sollte. Ich habe vor kurzem eine FBH mit 16er VB-Rohr und 55 bis 60 m langen Kreisen verlegt. Ausgerechnet habe ich mir, dass diese Verrohrung mindestens 200 l/h pro Kreis ermöglicht. Das wären bei 3 K Differenz 620 Watt je Kreis und insgesamt gut 1800 Watt Heizleisung. Zur Verfügung habe ich eine Restförderhöhe von 5 m, also 500mbar. Während des Abgleichs wurde ich böse überrascht. Ich bringe durch die FBH-Kreise grade mal 180 l/h bei 450 mbar. Hätte ich das gemacht, was verschiedene HB machen wollten, nämlich einen Kreis mit 100 m, hätten wir voll die Arschkarte gezogen, und der Volumenstrom für die WP wäre nicht möglich gewesen. Auch eine möglichst niedrige Speizung bis runter auf 3 Kelvin wäre nicht machbar. Im Winter sind für die FBH-Fläche 2000 Watt Heizleistung angesetzt.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 13.09.2021 10:31:20
3
3192182
Ich sehe das alles nicht so eng.
Es gibt Räume, wo man nicht so viel Wärme benötigt, z.B. im Schlafzimmer. Hier kann man auch einen 100m Kreis statt 2x 55m verlegen, weil hier später vermutlich eh stark gedrosselt wird, bei 2x 55m Kreisen noch mehr.

Im Bad würde ich jedoch lieber kürzere Kreise verlegen, dass hier mehr Durchfluss möglich ist.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 13.09.2021 10:52:39
2
3192190
Zitat:

Es gibt Räume, wo man nicht so viel Wärme benötigt, z.B. im Schlafzimmer. Hier kann man auch einen 100m Kreis statt 2x 55m verlegen, weil hier später vermutlich eh stark gedrosselt wird, bei 2x 55m Kreisen noch mehr.


Genau das haben wir bewusst NICHT gemacht. Unser Schlafzimmer und die beiden Kinderzimmer sind in etwa gleich groß und alle drei Räume haben jeweils zwei Kreise von 75-80 Meter bekommen (16er Rohr).

Die beiden Schlafzimmerkreise sind natürlich deutlich eingedrosselt (im Winter), aber dieses Vorgehen gibt uns zwei deutliche Vorteile: Man kann die Räume jederzeit umnutzen (wer weiss, was man in der Zukunft alles machen will) und es gibt im Sommer die Chance, das Schlafzimmer per Passivkühlung zu kühlen. Dazu wird es dann komplett entdrosselt, so dass beide Kreise angemessen kühlen können. Selbst wenn man jetzt keine Kühlung hat, mag das beim Nachfolgesystem vielleicht anders sein. Dann ärgert man sich richtig, dass man im SZ Rohr eingespart hat.

Der energetische "Supergau" sind Anlagen, wo der wärmebedürftigste Raum den längsten Kreis hat und es zudem viele kleine Kreise mit weniger Wärmebedarf gibt. Dann muss man fast alles deutlich drosseln und zusätzlich die Pumpe weit hochdrehen, um überhaupt genug Wasser durch das lange Rohr zu bekommen.

Bad: Alles rein, was geht... Boden und am besten auch eine Wand. Unser Bad hat nur etwa 60% der Fläche des Schlafzimmers bzw. der Kinderzimmer, hat aber wie diese 2 FBH-Kreise von ca. 75 Meter (VA 5) und zudem noch 60 Meter Wandheizung. Das funktioniert in der Praxis so gut, dass ich das Bad sogar leicht gedrosselt habe.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 13.09.2021 11:08:09
0
3192197
Ok, die 2x75-80m Kreise würden sich auch kaum zu einem 100er zusammenfassen lassen, außer man vergrößert den VA deutlich.
Was ich gemeint habe, war eher der Fall, wenn der VA relativ gleich bleiben soll und man lediglich vor einer Entscheidung steht, ob 2x55m oder 1x100m.
Die 55m und nicht 50m deswegen, weil hier die Zuleitung in der Regel einige Meter benötigt.

Von Kinderzimmern habe ich nicht gesprochen.

Ich denke da vielleicht zu viel an unser Haus, weil bei uns die Decken ebenfalls belegt sind. Die Kühlung bedeutet für mich automatisch -> Decke.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 13.09.2021 11:58:32
0
3192216
Ich bin immer wieder erstaunt, was hier für Vorschläge gegeben werden ;>))

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 13.09.2021 12:19:18
0
3192220
Wenn ich schon lese : Verteiler 9 Gruppen, nicht mehr änderbar
dann gehts nur noch um Schadensbegrenzung :-).

Der Rest ist "fast" nebensächlich aber von *optimal* zu reden
.... naja da hat wohl jeder ein anderes Maß.

"Irgendwie" wird das Geraffel schon laufen angesichts der fixen Vorgaben.
*Optimal* dürfte aber woanders sein.

Optimal wirds wenn die erforderliche Druckdifferenz über alle Heizkreisse einschl. Verteiler und Stockwerke kleiner 10-15 mbar sind bei den unterschiedlichen erforderlichen Wassermengen sind und über die gesammte Leistungsbandbreite der WP aufrecht erhalten wird .... aber das ist dann 3D Tichelmann am Hochreck und selbst da oftmals nur Wunschvorstellung.

Um die Frage zu beantworten : Heizkreislängen sind wirklich nicht ganz so wichtig.
Was wirklich wichtig ist sind ähnliche Druckverluste und die sind neben der Länge des Heizkreises auch noch vom erforderlichen Wasserdurchsatz im wesentlichen abhängig.
Den Rest macht dann der hydraulische Abgleich ....
Schon mal nen Druckverlust vom Verteiler berechnet bei 9 Gruppen und hohem Durchsatz ?
Addieren sich die Druckdifferenzen oder gehts auch etwas anders ?

Da tut sich eine große Spielwiese auf .... wenn man will ;-).
Kommt schon ein anderes Ergebnis raus wenn ich den Verteiler einseitig oder wechselseitig anschließe wenn ich hohen Durchsatz haben will

Bei allem *Rumgeeiere* das GEG nicht vergessen .....

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 13.09.2021 12:30:34
2
3192225
9er Verteiler kann gar nicht so schlecht sein, kommt halt auf die Geschossfläche drauf an.
Ich habe unten und oben auch jeweils 9er Verteiler und wer meine FBH Auslegung kennt, weiß, dass sie ziemlich gut gemacht ist.
Wir haben nur nicht pauschal VA10 gemacht, sondern den Bodenbelag und Raumnutzung berücksichtigt.
Wie ich schon schrieb, bspw. Schlafzimmer VA12,5-15cm, KiZi's VA10, Bad VA7,5, Büro VA15, Technikraum VA15, Wohnen/Essen/Kochen VA10-12,5 usw.

Mit 9er Verteilern pro Etage ist es wunderbar ausgegangen.

Verfasser:
Oetzi_Oetztaler
Zeit: 13.09.2021 12:49:30
1
3192236
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen

Der energetische "Supergau" sind Anlagen, wo der wärmebedürftigste Raum den längsten Kreis hat und es zudem viele kleine Kreise mit weniger Wärmebedarf gibt. Dann muss man fast alles deutlich drosseln und zusätzlich die Pumpe weit hochdrehen, um überhaupt genug Wasser durch das lange Rohr zu bekommen.


Willkommen in meinem Haus :-) Ja, sowas sollte man unbedingt vermeiden. Ein bissl mehr Verlegeabstand oder alternativ längere Kreise in Räumen mit weniger Watt pro Quadratmeter Heizleistungsbedarf sind dagegen gar nicht so wild.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 13.09.2021 14:07:07
1
3192261
Moin,

wenn ich mich daran erinnere, wie schwer es war die exakt 100m 16er Rohr in unser 4m² Gäste WC mit einer Heizlast von 93W zu bekommen....

Da kannste direkt aufs Rohr die Fliesen legen...

Nur Blöd, dass das der Kreis ist, der am stärksten gedrosselt ist.. Aber irgendwas ist ja immer..

Andere Räume mit 14er Rohr und 70m Länge sind witziger weise unkritisch... Eigentlich müsste diese ja umgehend zu einem VL von 50°C und max Pumpenleistung führen...

Grüße

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Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 13.09.2021 14:07:07
1
3192261
Moin,

wenn ich mich daran erinnere, wie schwer es war die exakt 100m 16er Rohr in unser 4m² Gäste WC mit einer Heizlast von 93W zu bekommen....

Da kannste direkt aufs Rohr die Fliesen legen...

Nur Blöd, dass das der Kreis ist, der am stärksten gedrosselt ist.. Aber irgendwas ist ja immer..

Andere Räume mit 14er Rohr und 70m Länge sind witziger weise unkritisch... Eigentlich müsste diese ja umgehend zu einem VL von 50°C und max Pumpenleistung führen...

Grüße
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