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Foren
Hydraulischer Abgleich der FBH mit BKA: Vorgehensweise
Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 16.09.2021 07:37:19
0
3193302
Das Thema wurde hier schon so oft durchgekaut.
Warum sollte man die Vorgehensweise immer und immer wieder aufdröseln?
Da ändert auch ne BKA nichts dran.

Und ja, letztendlich geht es um die zu erreichenden Raumtemperaturen.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 16.09.2021 08:33:10
0
3193317
Moin,

vergiss die RLT Geschichte, diese wird bei WP durch den "mind einen ungedrosselten Kreis / alles offen" ersetzt. Warum: Je nach Wärmeerzeuger gibt es krtische Größen:

1. GBWT: möglichst niedriger RL / VL ist "egal" / Volumenstrom nur für das Starten der Therme.

2. WP: möglichst niedriger VL bei einer Spreizung von ca 5-7K- Daher indirekt auch der Volumenstrom

Und da sind wir dann bei den Startpunkten:

GBWT: RLT an alles Kreisen auf Sollspreizung stellen.
WP: Alle Kreise auf max Durchfluss

Bei Flächenheizungen sind thermsiche Kurschlüsse unwahrscheinlicher als bei Heizkörpern. Dies hat etwas mit dem Exponenten, also dem Verlauf der Heizleistung im Verhältnis zur mittleren Wassertemp zu tun.

Ich habe gerade mal meinen kürzesten Kreis mit ca 25m (16 ALuverbund) voll aufgedreht:

- Ausgangslage: Gesamtvolumenstrom 15,1l/min -> kürzester Kreis gedrosselt auf 0,5l/min
- Offen: Gesamtvolumenstrom 15,1l/min -> kürzester Kreis bei 1,4l/min.

Die Heizleistung wird aufgrund der höheren mittleren Wassertemp steigen, aber nehmen wir mal an die Spreizung ist nun nur noch 1/3:

Da ich aktuell keine Daten habe, folgende Annahme: Spreizung war vorher 3K nun 1K. Damit verringert sich die gesamte Spreizung für die WP von 3K auf 2,8K... Da aber die Wärmeabgabe in dem Raum steigt, wird die Spreizung höher sein. Ist das jetzt wirklich kritisch?

Nun ein konstruierter Fall:

Wenn ich mit diesen "kurzgeschlossenem" Kreis den Raum ausreichend warm bekommen, diesen aufgrund des thermischen Kurzschlusses aber drosseln "muss", muss die mittlere Wassertemp gleich bleiben, also der VL hoch...

Nun kann man sich Fragen was besser ist...

Kritsche thermische Kurzschlüsse sind einen Anstieg eines Volumenstroms ohne signifikanten Anstieg der Heizleistung im Verhältnis zum Gesamtvolumenstrom: Beim HZK z.B. 5l/min die ca 4% mehr Leistung bringen als 1,5l/min.

Was mich immer wundert, dass immer über Spreizung, VL aus Sicht der WP gesprochen wird, aber keiner sich mal die Frage stellt, wie die Wärme eigentlich ins Haus kommt, wie die Heizflächen sich verhalten und was bei steigender RT passiert...

Grüße

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 16.09.2021 08:38:02
1
3193320
....und man kann auch ein Drama draus machen wo gar keins notwendig ist.

Wenn 50% des Durchsatzes durch die BKA schicken willst, dann reduziere die Werte der FBH Kreise als Startwert auch einfach auf 50 %.

Ansonsten Pumpenkennfeld prüfen und ggf. den Durchsatz erhöhen und die Heizkurve angleichen.

Genaue Werte liegen ja nicht vor. Alte Weisheit : Die rauhe Wirklichkeit schlägt die Theorie regelmäßig da dort meistens irgendwas unberücksichtigt blieb.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 16.09.2021 08:43:22
2
3193324
Oder um es mit Mike Tyson zu sagen:

"Everyone has a plan until he gets punched in his face."

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 16.09.2021 08:57:35
0
3193334
Deine Aussage zum Gas-Brennwertgerät kannste im EFH in der Pfeife rauchen.
Das ist der direkte Weg zur Kuhschwanzheizung.

Im Grunde gilt für GBW das selbe wie für die WP .... Durchsatz ans obere Ende drehen.
Brennwerteffekt ergibt sich aus der Heizflächenauslegung und nicht aus extremer Spreizung. Früher gabs Mindestdurchsatzvorgaben. Brauchts heute nicht mehr aber die Physik hat sich nicht geändert ....

Wenn ich im EFH so Traumspreizungen wie 70/30 lese dann garantiere ich : Der Wärmetauscher macht wegen extremster Belastung innert 10 Jahren die Grätsche und für die Regelungsfähigkeit der Geräts ist "sehr schlecht" noch ein sehr geschönter Begriff.

Das Thema war schon vor 20 Jahren ..... ein sehr (Material-) spannendes.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 16.09.2021 09:06:46
1
3193339
Moin,

Danke für den Hinweis… dann verstehe ich aber noch weniger wo denn immer dieses „RTL für alle Kreise gleich“ herkommt…

Grüße

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 16.09.2021 09:21:28
2
3193342
Eine WP Heizung lebt ja vom Durchfluss, somit ist hier das Drosseln der Heizkreise eher kontraproduktiv, oder? Im Idealfall lässt man also alles voll offen und es funktioniert gleich 1A. Kommt aber wohl nicht oft vor, weil, wie der Karl Napf schreibt, die Praxis oft die Theorie schlägt.

Wir haben uns bei meiner FBH Planung wirklich Mühe gegeben, dass alles mit so wenig Eingriffen wie möglich einwandfrei funktioniert. Bei der BKA ist klar, hier hat man nur 8 Zonen (4 pro Etage), kann man also nicht so präzise steuern. Trotzdem wurde auch hier vieles berücksichtigt (Zonen wurden mit Hirn festgelegt). Jedoch ist das Ziel der BKA nicht die raumweise Beheizung, sondern Deckung der Grundlast sowie Energieeinlagerung, also hier alles auf Vollgas laufen lassen.

Theoretisch ist es so, dass selbst wenn ich einige meiner FBH Kreise relativ stark drossele, geht trotzdem nix am Durchfluss verloren, es wandert nur mehr in die BKA und das Ding schluckt einfach alles, was sie an Energie bekommt, ist unglaublich. Somit erlebe ich dennoch keine großartigen RT Schwankungen, höchstens im Zehntelbereich, dafür bleibt aber mehr Energie im Beton gespeichert...?

Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 16.09.2021 09:28:19
0
3193344
Die *gleiche* Rücklauftemperatur gabs noch nie wirklich.

Egal ob Heizkörper oder FBH wenn eine bestimmte Ausführung montiert wurde ist die Größe des Tauschers (und somit dessen Leistungsfähigkeit) fest.

Wenn nun Räume hast die den selben Tauscher haben aber unterschiedliche Leistungen brauchen und du mit der selben Vorlauftemperatur in die Anlage gehst ... welcher Wert kann sich nur anpassen ? Nachdem nur eine *Variable* übrig bleibt dürfte die Antwort klar sein oder ?

Über den Volumenstrom erfolgt die Leistungsanpassung. VL fest, Tauscher fest, was ändert sich ---> Spreizung. Folge : Rücklauftemperatur kann nie fest sein, egal welcher Held mit seinem Messgerät an der Anlage fummelt. Fummelt er auf *gleiche Rücklauftemperaturen* passt die Heizleistung nicht ....

Die einzige Frage ist : Wie dramatisch sind die Auswirkungen dieses gedanklichen Sockenschusses. Bei ner leichten hoch gedämmten Bauweise kanns dich ärgern.

Bei ner schweren Bauweise gehts im Rauschen unter wenn die Zwischenwände nen mäßigen Wärmedämmwert haben. Deswegen funktionieren ungeregelte FBHs auch in solchen Gebäuden wesentlich besser ....

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 16.09.2021 09:38:54
3
3193348
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Einfach alle Kreise voll öffnen, beobachten, HK anpassen und sobald es irgendwo zu kalt wird, HK wieder eine Stufe höher, wenn andere Räume dann überhitzen, diese etwas drosseln.


Genau so machst du es :)

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 17.09.2021 06:59:22
2
3193709
Zitat von MissT Beitrag anzeigen
@Donpepe23:
Ich möchte bei dieser Gelegenheit mal auf den nachfolgenden, überaus lesenswerten Thread von @dyarne verweisen, der das Thema „Hydraulischer Abgleich“ sehr umfassend und verständlich erklärt hat. Ich selber kann nur wiedergeben, was ich durch die Beschäftigung mit der Materie aufgrund meiner verkorksten Heizung und insbesondere Dank der hilfreichen Erklärungen von dyarne gelernt habe:

https://www.energiesparhaus.at/forum-hydraulischer-abgleich-grundlagen/39756[...]

Habe mir den Beitrag von dyarne aus dem verlinkten Thread auf ESH durchgelesen. Dort ist alles 100% korrekt beschrieben. Das ist der typische hydraulische Abgleich.
Jedoch steht die wichtigste Information gleich zu Beginn:
Zitat:
beispielsweise liegt ein flur mit 8m² mit 35m fbh-rohr neben einem wohnzimmer mit 35m² mit 3 kreisen von 100m. ersterer hat gemäß auslegung einen verlegeabstand von 20cm, zweiterer von 10cm.

Es wird also von einer vermurksten FBH Auslegung ausgegangen, die natürlich einen HA unbedingt bedarf!
Jetzt verstehe ich, warum du so sehr auf den HA pochst. Du meintest mal, dass deine FBH auch vermurkst wurde, oder?

Verfasser:
MissT
Zeit: 17.09.2021 13:04:13
0
3193863
Nein, Deine Schlussfolgerung, dass der HA nur für "vermurkste" FBH-Auslegungen notwendig ist, ist nicht richtig. Ein Stück weiter unten im Eröffnungs-Posting findest:

"wer braucht das?

jeder braucht das. außer man lebt in einem passivhaus und alle kreise sind gleich lang. dann gibts den abgleich schon von der planung her. "

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 17.09.2021 13:14:54
0
3193872
Ja genau. Du bestätigst im Grunde das, was ich geschrieben habe.
Wenn nicht noch vor der Verlegung geplant und überlegt wurde -> braucht man HA.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 17.09.2021 13:28:39
0
3193879
Zitat von MissT Beitrag anzeigen
Nein, Deine Schlussfolgerung, dass der HA nur für "vermurkste" FBH-Auslegungen notwendig ist, ist nicht richtig. Ein Stück weiter unten im Eröffnungs-Posting findest:

"wer braucht das?

jeder braucht das. außer man lebt in einem passivhaus und alle kreise sind[...]



Man es ist doch nicht schwer:

Der Weg zu einer gut einegstellten FBH:

Neubau:

1. Gute Planung ( min 1 Kreis offen)
2. Einstellung des geplanten hydraulischen Abgleichs
3. Einstellen der Soll-Heizkurve
4. Überprüfen der Temperaturen
5. thermisch abgleichen der Kreise
6. Soll = Ist in jedem Zimmer



Altbau mit halbwegs gut laufender FBH:
1. Einstellen der Soll-Heizkurve
2. Überprüfen der Temperaturen
3. thermisch abgleichen der Kreise
4. Soll = Ist in jedem Zimmer

Altbau mit schlecht laufender FBH (Taktrate zu hoch.. Wärmeerzeuger erreicht kein stabiles laufen:
1. Abgleichen mittels Rücklauftemperaturen oder Neuberechnen des hydraulischen Abgleichs
2. Einstellen der Soll-Heizkurve
3. Überprüfen der Temperaturen
4. thermisch abgleichen der Kreise
5. Soll = Ist in jedem Zimmer


----------------------------------------------

Ein "blinder" HA ist also nur da von Nöten, wo die FBH nicht läuft oder man eh die Werte der Berechnung hat

Dass der TA = "blinder HA" ist seltens der Fall, weil dann alle Berechnungen stimmen müßten. Das tun sie oft nie

Das hindert aber keinen Hersteller von Ventilen oder Kursen zu schreiben "kauft den hydraulischen Abgleich, der ist super... nur der leifert die nötigen Solltemperaturen"

Am Ende gilt immer der Thermische Abgleich.
Wer sagt der thermische Abgleich = hydraulischer Abgleich hat das nicht verstanden.

auch ist bei der Planung immer Soll = 21 oder 22 oder 23 Grad... Oft sind aber nach Bezug die gewollten 21, 22 oder 23 zu viel, da der Neubau thermisch behaglicher ist als der Altbau.

Und da sind wir eben beim Thermisches Abgleich...

Daher ist ja mein Kredo auch immer: Der nachträglich gekaufte hydraulische abgleich ist zu 90% nur rausgeworfenes Geld.
1. ist der nicht auf Druchfluss optimiert
2. stimmen die annahmen der Dämmstoffe nie so korrekt
3. sind die hydrauliken im Bestand nicht bekannt

Am Ende braucht es den thermischen Abgleich. Der läßt sich aber leider nicht mit Software verkaufen --> Daher industriell nicht gefördert --> Daher wir dkaum darüber geredet

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 17.09.2021 18:28:03
0
3193975
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Zitat von MissT Beitrag anzeigen
[...]



Man es ist doch nicht schwer:

Der Weg zu einer gut einegstellten FBH:

Neubau:

1. Gute Planung ( min 1 Kreis offen)
2. Einstellung des geplanten hydraulischen Abgleichs
]

Wobei man 2 theoretisch nicht unbedingt benötigt, wenn bei 1 alles richtig gemacht hat. Theoretisch.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 22.09.2021 07:08:02
0
3195352
Seit Montag heize ich etwas zu. Habe alle Kreise voll geöffnet, um zu schauen, was da so passiert.
Alle Schaugläser der FBH zeigen 0,8-1l/min an, die der BKA zeigen 0,9-1,1 l/min an. Rechnet man es alles zusammen, kann es doch nie stimmen.

FBH 18x 0,9l/min + BKA 8x 1,0l/min = 24,2l/min, während die HUP 14,7l auf 50% anzeigt.
Diese Anzeiger der Tacosetter sind doch nix wert, oder? Wie messt ihr es so?

Habe gestern meinen IR Thermometer hin gehalten. Alle RL laufen mit ±0,1-0,2°C Unterschied. Nur BKA tanzt da aus der Reihe und schluckt wesentlich mehr Energie, hier kommen um die 0,7°C weniger im RL als in der FBH.
Die WP zeigt es dann korrekt an, ungefähr den Mittelwert, weil sich ja alles wieder vermischt.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 22.09.2021 07:28:46
0
3195355
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
FBH 18x 0,9l/min + BKA 8x 1,0l/min = 24,2l/min, während die HUP 14,7l auf 50% anzeigt.
Diese Anzeiger der Tacosetter sind doch nix wert, oder? Wie messt ihr es so?..]


Ich habe keine Tacosetter.... Bestand mit TA gemacht,.... 1 Ventil offen...

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 22.09.2021 07:52:57
0
3195361
Dann sind aber diese Anzeiger nix wert, oder? Wenn sie eh falsch anzeigen.
Man muss einfach nach Gefühl auf- und zudrehen,wenn man TA macht.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 22.09.2021 07:59:34
0
3195363
Nö... Du kannst aber davon ausgehen wenn du von 0,5 auf 1 drehst .... das zu viel ist, dass dann der Schrott auf 0,5 dich wieder zurück bringt

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 22.09.2021 10:43:13
0
3195444
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Dann sind aber diese Anzeiger nix wert, oder? Wenn sie eh falsch anzeigen. Man muss einfach nach Gefühl auf- und zudrehen,wenn man TA macht.


Das ist eben immer der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Theoretisch wird z.B. ein Durchfluss auf 3 bis 4 Stellen hinterm Komma *berechnet*.
Praktisch musst schon (sehr) gut sein wenn den Durchfluss auf 5 l/h genau einstellen kannst.

Umkehrschluss : Die ganze Theorie taugt nix wenn sie sich in der Praxis nicht genügend genau *prüfbar* umsetzen lässt. Ergo ist die Kunst die Anlage so zu gestalten das die ganzen theoretischen Ansätze sich in der Praxis nutz- und prüfbar umsetzen lassen.

Die Anzeiger sind kein Ausbund an Präzision, sie geben dir max. einen groben Trend wo du dich überhaupt befindest. Speziell wenn sie im unteren Betriebsbereich betrieben werden hast schon das Problem sie sauber abzulesen. Ein veränderter Blickwinkel *bescheisst* dich schon um 0,1 bis 0,2 l/min.

Trotzdem zeigen dir die Anzeigen dass min. 50% der Einstellerei auf der ersten Umdrehung der Voreinstellung abgeht und danach viel gedrehe erforderlich ist um noch minimal was zu bewegen.

Das sind die Stolpersteine der Praxis oder das Hauptthema : Wie setze ich theoretische Erkenntnis und Vorgaben um so dass sie vor Ort "leicht" und "einfach" reproduzierbar eingestellt und geprüft werden können.

So richtig wichtig wird das beispielsweise wenn eine Pumpe wirklich bis an die Leistungsgrenze auslutscht.

Dann fehlt dir u.U. dass an einem Eck der Anlage was am anderen Eck verschlampert hast .... (tritt im EFH in der Regel nie auf, denn fürs EFH sind die Pumpen fast regelmäßig zu groß. Wenns klemmt wurde bei der Verteilung die Verrohrung zu klein bemessen ...)

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 22.09.2021 11:06:30
0
3195453
Ich dachte, dass man da irgendwie erfahren kann, was in dem Rohr gerade wirklich läuft. Aber wenn diese Anzeiger eh nur irgendwas anzeigen, nur nicht den richtigen Durchfluss, dann muss man's halt nach Gefühl machen.

Ich warte jetzt erst mal ab, was so passiert, wenn alles voll offen ist. Zum Durchführen des TA ist es eh noch viel zu früh.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 22.09.2021 11:19:28
0
3195460
Du bewegst dich hier in der *analogen Welt* der kostengetriebenen Grautöne und nicht im digitalen Schwarz/Weiss mit irgendeiner Auflösung eines Messlabors oder einer Reinstraumeinrichtung.

Wenn du für nen Verteiler 5000-10000 Euro setzt dann kriegst den sicherlich auch mit ner messtechnischen Ausstattung die auf 0,1 l/h auflöst mit Internettanschluss ...

Für 12,50 Euro pro Verteilerabgang kriegst eben ein federbelastetes Durchflussanzeigerchen dass in einem Toleranzband von ~ 10 bis 15% plus Ableseungenauigkeit anzeigt was in dem Heizkreis vorgeht.

Man sollte nicht immer gleich das Kind mit dem Bade ausschütten.
Manchmal reichts die Erwartungshaltung neu zu justieren.

Verfasser:
Kristine
Zeit: 22.09.2021 12:14:52
0
3195489
Zitat von Donpepe23 Beitrag anzeigen
Moin,

Danke für den Hinweis… dann verstehe ich aber noch weniger wo denn immer dieses „RTL für alle Kreise gleich“ herkommt…

Grüße


Ist nur raumweise wichtig, falls mehrere Kreise im Raum liegen, da diese trotzdem im gleichen Raum den gleichen Verlegeabstand haben.

Sonst kann es ja passieren, dass ein Kreis den Raum schon aufheizt und der andere Kreis nicht mithält.

Dann hast Du im Raum unterschiedlich warme Zonen im Estrich.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 23.09.2021 12:16:36
0
3195859
Habe gestern die BKA zugedreht und dann HUP auf 100% erhöht, in der Hoffnung, dass dann die Durchflussanzeiger bei höherem Volumenstrom eventuell was anderes anzeigen würden.
Es macht aber keinen Unterschied. Auch hier wieder dasselbe, alle Anzeiger zeigten dann statt 1l/min +-0,1 nun 2l/min +-0,1. Anscheinend ist der Durchfluss wirklich überall nahezu identisch.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 29.09.2021 06:39:20
0
3197919
Ich hab mich schon öfter gefragt, ob es für eine FBH bzw. einen FBH Kreis schädlich ist, wenn bspw. 1-2 Kreise komplett zu sind?

Die Sache ist, im Schlafzimmer sind bei uns zwar die längsten Kreise und größere VA verlegt, trotzdem war es zu erwarten, dass man hier drosseln müssen wird. Und genau so kommt es nun.

Gestern hatte ich mich wieder gefragt, ob ich die Kreise komplett zudrehen oder mit wenigstens mit 0,2-0,3l/min oder so laufen lassen soll. Irgendwie passt ein stehender Kreislauf nicht in meinem Kopf rein, deswegen habe ich die beiden Kreise spontan nur um ca. Hälfte gedrosselt.

Was meint ihr dazu? Ist es absolut unproblematisch, wenn man FBH Kreise für immer und ewig oder zumindest für einen längeren Zeitraum still legt?

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 29.09.2021 07:21:58
0
3197925
Was für Ventile sind denn an den Verteilern verbaut ?
Normale Voreinstellkulisse oder die neuen mit automatischer Durchflussreglern ?

Bei den ersteren kannste durch hohe Pumpleistung den Durchsatz über die Einstellung hinaus beeinflussen. Bei den zweiten wird das weggeregelt. Da ist dann bei ~ 150 l/h oder 2 l/min Schluss.

Aktuelle Forenbeiträge
Bauherr 2006 schrieb: Ja, das ist wirklich fein, dass alles wieder läuft. Wir haben übrigens weder PV bekommen, noch einen neuen Zähler oder sonst irgendetwas. Es wurde nichts verändert an der Installation. Was Elektroinstallationen...
ChrisCro77 schrieb: Ich habe die Regelung jetzt wieder in die Heizung gebaut und es sieht so aus, das jetzt alles wieder funktioniert. Bild ist da (in jeder Funktionsstellug, kam also wohl tatsächlich durch unbestimmte Werte).Die...
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Hydraulischer Abgleich der FBH mit BKA: Vorgehensweise
Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 29.09.2021 07:21:58
0
3197925
Was für Ventile sind denn an den Verteilern verbaut ?
Normale Voreinstellkulisse oder die neuen mit automatischer Durchflussreglern ?

Bei den ersteren kannste durch hohe Pumpleistung den Durchsatz über die Einstellung hinaus beeinflussen. Bei den zweiten wird das weggeregelt. Da ist dann bei ~ 150 l/h oder 2 l/min Schluss.
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