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News vom 30.08.2021

Smart Home-Stolperfallen 2021: zu nerdig, zu teuer, zu wenig Netz

Kein Zweifel, Smart Home verbreitet sich immer mehr: Laut aktueller Statistik nutzen etwa 5,1 Millionen Personen in Deutschland die Steuerung von Heizung, Beleuchtung oder Stromzählern über das Internet (das entspricht immerhin schon 7 Prozent der Bevölkerung in einem Alter über 10 Jahre).

Bild: BauInfo
Bild: BauInfo

Dennoch fragt man sich, warum die Smart Home-Technologie nicht richtig vom Fleck kommt und sich trotz der unbestreitbaren Vorteile nach wie vor in einer Marktnische bewegt. Ergebnisse der neuen Branchenstudie „BauInfoConsult Jahresanalyse 2021/2022“ zeigen: Das liegt nicht zuletzt an einer Handvoll Hemmnisse, die die dazu befragten Architekten und SHK-Installateure recht genau aufschlüsseln können.

Für die Studie hat das Düsseldorfer Unternehmen BauInfoConsult unter anderem 240 Architekten und SHK-Installateure in telefonischen Interviews um eine Einschätzung gebeten, in welchen Bereichen sie beim Trendsegment Smart Home Verbesserungspotenziale sehen. Die Antworten sind vielsagend:

Nicht-Nerds werden abgeschreckt, Sparfüchse halten sich für smarter …

Zunächst geht es um die Bedienbarkeit und den Installationsaufwand (der ja bei vielen Smart Home-Anwendungen direkt auf den Endnutzer selbst zukommt). Sind die technologischen Know-how-Hürden für die Nutzer zu hoch, werden viele potenziell interessierte Bauherren abgeschreckt, die nicht selbst schon von Haus aus technikaffin sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Anschaffungskosten (so hat BauInfoConsult 2019 auf Grundlage einer Befragung unter Architekten berechnet, dass im Schnitt über 7.800 Euro Ausgaben für Smart Home-Komponenten in Bauprojekten anfallen. Gerade im Neubau, wo sehr viele hohe Ausgaben auf die Bauherren zukommen, also durchaus ein möglicher geeigneter Ausgabenstreichkandidiat.

… und ohne stabile Internetleitung ist alles nur halb so smart

Der dritte große Komplex von Punkten mit Verbesserungspotenzial ist nur teilweise von den Herstellern beeinflussbar: Denn technische Hinderungsgründe wie eine nicht optimal funktionierende Konnektivität zu anderen Geräten oder das zu langsame Internet werden nicht nur von einem Hersteller allein beeinflusst. Dasselbe gilt letzten Endes auch für die Datensicherheit.

Hier müssen die verschiedenen Akteure der Smart Home-Branche an einem Strang ziehen und die Interkonnektivität sowie den Datenschutz herstellerübergreifend verbessern - sowie sich - soweit es geht - für eine verbesserte Internetinfrastruktur beim digitalen Nachhilfeschüler Bundesrepublik engagieren (z. B. durch verstärkte Lobbyarbeit).

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