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Autoren
OldBo
22.04.2019
Die Zeitspanne, bis kaltes (PWC) oder warmes (PWH) Wasser mit der gewünschten Nutztemperatur aus der Entnahmestelle an einem Sanitärobjekt ausfließt, wird Ausstoßzeit genannt. Die VDI 6003 - Trinkwassererwärmungsanlagen - Komfortkriterien und Anforderungsstufen für Planung, Bewertung und Einsatz - beschreibt Ausstoßzeiten für die einzelnen Sanitärobjekte bei entsprechenden Nutztemperaturen.

Die Zeitspanne, bis kaltes (PWC) oder warmes (PWH) Wasser mit der gewünschten Nutztemperatur aus der Entnahmestelle an einem Sanitärobjekt ausfließt, wird Ausstoßzeit genannt. Die VDI 6003 - Trinkwassererwärmungsanlagen - Komfortkriterien und Anforderungsstufen für Planung, Bewertung und Einsatz - beschreibt Ausstoßzeiten für die einzelnen Sanitärobjekte bei entsprechenden Nutztemperaturen. Die VDI unterscheidet 3 Anforderungsstufen (z. B. Waschtisch (40 °C) I - 60 sec., II - 18 sec., III - 10 sec.) nach Komfortkriterien . Die Festlegung bezieht sich auf zentrale Warmwasser-Versorgungsanlagen ohne Zirkulationsleitungen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Ausschlaggebend sind die Leitungslängen zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle. Dabei sollten die Leitungslängen möglichst kurz geplant werden, um die Warmwasser-Ausstoßverluste und die damit verbundenen Energieverluste gering zu halten.

Die Dauer der Ausstoßzeit ist u.a. von folgenden Faktoren abhängig:
• gewünschter Komfort (3 Anforderungsstufen)
• Länge der Rohrleitung
• Innendrchmesser der Rohrleitung
• Leitungssystem (T-Stück-Installation, Reihenleitung, Ringleitung)
Dämmung der Rohrleitung und Armaturen
• Rohrmaterial (Wärmekapazität der Rohrleitung und der Armaturen)
• Öffnungsgrad der Absperreinrichtungen (Unterputzventile, Eckregulierventile)
• Verschmutzungsgrad z. B. von Schmutzsieben und Strahlreglern
• Einbau von Durchflussbegrenzern (z. B. in Duschköpfen),
• Druckverhältnisse in der Anlage zum Zeitpunkt des Zapfvorgangs
Trinkwassererwärmungssystem
• Speicherladesystem bzw. Durchflusserwärmung
• Berechnungsdurchfluß der Entnahmearmaturen
• Gleichzeitigkeitsfaktor der Nutzung mehrerer Entnahmestellen
• Entnahmemenge

Die Wartezeit wird durch folgende Faktoren zusätzlich beeinflusst:
• Masse der Rohrleitung (z. B. Dicke der Rohrwandung)
• Güte der vorhandenen Dämmung (z. B. Dämmstärke, Qualität, Zustand)
Temperatur und Güte der Dämmung von parallel verlaufenden Rohrleitungen
Temperatur der Gebäudebauteile, in denen die Rohrleitung verläuft
Temperatur des Trinkwasserspeichers (Endtemperatur)
• Funktionsfähigkeit einer evtl. vorhandenen Zirkulationsleitung (Pumpenleistung, hydraulischer Abgleich)
• Funktionsfähigkeit und Temperatureinstellung eines evtl. vorhandenen Temperaturhaltebandes (elektrische Begleitheizung)

Ausstoßzeit (Richtwerte) und max. Länge von Warmwasser-Einzel- und Sammelzuleitungen (ohne Zirkulation oder elektrische Begleitheizung)
Sanitärobjekt
Max. Ausstoßzeit
Tmax
s
DN
Wasser-
inhalt
l/m
Länge
lmax
m
DN
mm
Wasser-
inhalt
l/m
Länge
lmax
m
Waschbecken
(0,07 l/s)
8 bis 10
10 x 1
12 x 1
15 x 1
0,0502
0,0785
0,1327
11 bis 14
7 bis 9
4 bis 5
10
15
0,1227
0,2010
5 bis 6
3 bis 4

Spülbecken
(0,07 l/s)

5 bis 10
12 x 1
15 x 1
0,0785
0,1327
4 bis 9
3 bis 5
10
15
0,1227
0,2010
3 bis 6
2 bis 4

Ausguss
(0,15 l/s)

5 bis 8
10 x 1
12 x 1
15 x 1
18 x 1
0,0502
0,0785
0,1327
0,2010
15 bis 24
10 bis 15
6 bis 9
4 bis 6
10
15
0,1227
0,2010
6 bis 10
4 bis 6
Dusche
(0,15 l/s)
10 bis 15
12 x 1
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,0785
0,1327
0,2010
0,3140
19 bis 29
11 bis 17
7 bis 11
5 bis 7
10
15
20
0,1227
0,2010
0,3662
12 bis 18
7 bis 11
4 bis 6
Badewanne
(0,15 l/s)
15 bis 25
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,1327
0,2010
0,3140
17 bis 28
11 bis 19
7 bis 12
15
20
0,2010
0,3662
11 bis 19
6 bis 10

Bidet
( 0,07 l/s)

8 bis 10
10 x 1
12 x 1
15 x 1
0,0502
0,0785
0,1327
11 bis 14
7 bis 9
4 bis 5
10
15
0,1227
0,2010
5 bis 6
3 bis 4
Geschirrspülmaschine
(0,15 l/s)
15 bis 25
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,1327
0,2010
0,3140
17 bis 28
11 bis 19
7 bis 12
15
20
0,2010
0,3662
11 bis 19
6 bis 10
Waschmaschine
(0,25 l/s)
15 bis 25
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,1327
0,2010
0,3140
28 bis 47
19 bis 31
12 bis 20
15
20
0,2010
0,3662
19 bis 31
10 bis 17
Bei einer einfachen Dusche beträgt z. B. der Berechnungsdurchfluss 0,17 Liter/s; bei einer anderen Dusche (z. B. Regendusche) des gleichen Herstellers beträgt er beträchtliche 0,367 Liter/s.
Bei der Berechnung ist die gewählte Komfortstufe ausschlaggebend, die mit den Wünschen der Bauherrschaft abzugleichen ist. Die DIN 1988-200 setzt als Maßstab eine Ausstoßzeit von 30 Sekunden, heißt: nach Öffnen der Armatur dürfen maximal 30 Sekunden verstreichen, bis 55 °C warmes Wasser fließt. Eine ähnliche Grenze liegt in den maximal 3 Litern Rohrinhalt, die unzirkuliert bleiben dürfen. Und in der VDI 6003 sind weitere Komfortstufen definiert, die die Ausstoßzeit an der Dusche bis auf 7 Sekunden reduzieren. Wohl dem, der alle diese Armaturenbedingungen mit der Bauherrschaft abgesprochen und in einem Raumbuch (Pflichtenheft und Lastenheft) fixiert hat.

Aus den Armaturendurchflüssen und der gewählten Nutzungsart (Wohnhaus, Hotel etc.) wird über die in der Norm definierten Gleichzeitigkeitsparameter der Spitzendurchfluss berechnet, der für die Bestimmung der erforderlichen Rohrdurchmesser einen ersten Anhalt bietet. Wenn es eine zu erwartende Abweichung von den standardmäßigen Bedingungen gibt - zum Beispiel bei einem Messehotel könnte die morgendliche Duschgleichzeitigkeit beträchtlich höher als angenommen sein - ist mit einer selbstgewählten Gleichzeitigkeit zu rechnen. Eine weitere Bedingung für die Rohrdimensionierung ist die Versorgung der Armaturen mit dem Mindestfließdruck. Die Rohre dürfen die Differenz zwischen dem vom Versorger (WVU) zur Verfügung gestellten Mindestversorgungsdruck (jetzt hinter dem Wasserzähler), den Druckverlusten in den Widerständen und dem Mindestfließdruck verbrauchen. In die Druckverlustberechnung gehen ganz besonders die Rohrfittinge über die material- und dimensionsbezogenen Zetawerte (aus der Norm oder aus den Herstellerangaben) ein. Schön, wenn die Software diese Werte aus den Rohreingaben automatisch ermitteln kann. Nicht außer Acht lassen sollte man bei das besondere Ziel der neuen Normung, ein Rohrnetz mit möglichst geringem Wasserinhalt zu planen.
Ebenfalls bereits bei der Planung berücksichtigen muss man das Ziel, jedwede Stagnation zu vermeiden. Die DIN 1988-200 setzt dafür die Grenze auf 7 Tage, die VDI 6023 setzt sie enger auf 72 Stunden. In die Berechnung greift dieses ein, wenn zum Beispiel eine Keller- oder Außenzapfstelle eingeplant werden muss und auf keinen Fall eine Stichleitung geplant werden darf, sondern eine stets durchflossene Rohrschleife. Quelle: Bernd Aue

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