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Autoren
OldBo
16.12.2017
Besondere Pilzarten (ca. 60 verschiedene Pilze) bilden auf und im Holz bzw. in Holzwerkstoffen einen Schwamm (Echter Hausschwamm, Kellerschwamm, Porenschwamm), der eine Vernetzung aus feinen Pilzfäden (Hyphen) ist, die in ihrer Gesamtheit als Myzel bezeichnet wird. Je nach Pilzart kann dieses Myzel sich meterweit durch das Mauerwerk hindurch bis zur nächsten "Nahrungsquelle Holz" ausweiten. Auch wenn kein Holz mehr vorhanden ist, kann der Pilz mehrere Jahre im Mauerwerk überleben.
Echter Hausschwammm
 Echter Hausschwammm
Quelle: KUNERT-Ingenieurbüro
Kellerschwamm
 Kellerschwamm
Quelle: KUNERT-Ingenieurbü
Dielen auf beschwammtem Balken
 Dielen auf beschwammtem Balken
Quelle: KUNERT-Ingenieurbüro

Besondere Pilzarten (ca. 60 verschiedene Pilze) bilden auf und im Holz bzw. in Holzwerkstoffen einen Schwamm (Echter Hausschwamm, Kellerschwamm, Porenschwamm), der eine Vernetzung aus feinen Pilzfäden (Hyphen) ist, die in ihrer Gesamtheit als Myzel bezeichnet wird. Je nach Pilzart kann dieses Myzel sich meterweit durch das Mauerwerk hindurch bis zur nächsten "Nahrungsquelle Holz" ausweiten. Auch wenn kein Holz mehr vorhanden ist, kann der Pilz mehrere Jahre im Mauerwerk überleben.

So kann der Bauherr bei dem Sanieren eines Altbaus eine böse Überraschung erleben. Hier können z. B. tragende Balken mit dem Finger eingedrückt werden oder hinter Holzverkleitungen wuchert der Schwamm. Hier ist der Echte Hausschwamm besonders gefährlich, weil er in kürzester Zeit schwere Schäden verursacht. Den Echtem Hausschwamm erkennt man am charakteristischen würfelartigen Zerfall des Holzes, bei dem sich Risse längs und quer zur Faser bilden und sich das Holz meistens dunkel verfärbt. Im frühen Stadium erkennt man ihn an seinem silbrig-weißen watteartigen Myzel, danach ist der Fruchtkörper oft zimtbraun mit einem weißen Rand. Bei Nadelhölzern ist das zerstörerisches Potenzial erheblich höher als bei anderen Holzarten. Aber auch in der Buche, Eiche und anderen Laubhölzern kann sich der Schwamm festsetzen. So kann sich innerhalb eines Jahres ein Kiefernbalken komplett zersetzen. Bei Eichenholz kann dieser Vorgang bis zu 30 Jahre dauern.

Dieser gefährliche Pilz ist nicht nur in schlecht beheizten Fachwerkhäusern zu finden, er tritt heutzutage auch in feuchten Kellern, in Erdgeschossen oder in Dachräumen auf. Also sind auch ungenügend belüftete luftdichte Neubauten gefährdet.

Der Echte Hausschwamm verbreitet sich in unzureichend belüfteten Hohlräumen, in Wandverkleidungen, in Holzfußleisten oder hinter Möbeln aus. Um zu wachsen, benötigt der Pilz Feuchtigkeit und Holz. Der Wasserdampf, der bei einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, kondensiert besonders an kalten Außenwänden (z. B. Wärmebrücken, Kellerräume). Das Wasser dringt dann langsam in das Mauerwerk und besonders ins Holz ein. Aber auch ein nicht behobener Wasserschaden aufgrund einer Leckage ist eine ideale Grundlage für die Schwammbildung. Die besten Voraussetzungen für das Wachstum sind Temperaturen von 20 bis 22 °C und eine Holzfeuchte von mehr als 30 %. Dabei baut der Pilz unter anderem die im Holz enthaltenen Nährstoffe Cellulose und Pektine ab.

Der Schwamm schwächt die Struktur des Holzes und des Mauerwerks. Die Myzel, also die fadenförmigen Stränge des Pilzes, dringen  auch in poröse Fugen im Mauerwerk, in Dämmstoffe oder Spanplatten ein. So kann sich der Schwamm über mehrere Meter weit auch ohne Holz weiter ausbreiten. In einigen Bundesländern (Sachsen und Thüringen) ist der Befall mit Echtem Hausschwamm meldepflichtig. Da es sich um einen schweren Baumangel handelt, sind bei einem auftretenden Befall dieser Schäden nach den Landesbauordnungen bestimmungsgemäß erforderliche werdende Maßnahmen zur Bekämpfung vorzunehmen. Auch in der DIN 68800-4 "Holzschutz; Bekämpfungsmaßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten" sind die erforlichen Maßnahmen festgelegt. Mit der Sanierung ist ein Fachunternehmen zu beauftragen. Nur wenn der Pilz restlos entfernt wird, kann er sich nicht erneut ausbreiten. Hier sollte man bedenken, dass der Pilz auch überlebt, wenn er nicht die notwendige Feuchtigkeit zum Wachsen vorfindet, er kann bis zu zehn Jahren in Trockenstarre gehen.

Nach den DIN-Vorgaben sollte das Holz noch einen Meter über den sichtbaren Befall hinaus entfernt werden. Das neue Holz sollte chemisch geschützt werden. Sämtliche Fruchtkörper und Myzelien müssen restlos entfernt werden. Wenn das Mauerwerk betroffen ist, sind auch der Putz und lose Mörtelreste zu entfernen.

Um einen Hausschwamm vorzubeugen, sind die Kellerräume und Holzbauteile (Dachstuhl, Balken) an/in Häusern stets gut zu belüften. Brennholz sollte man nicht dauerhaft im Gebäude bzw. Keller lagern und in feuchten Kellern sollte man kein Holz (z. B. Möbel) oder zellulosehaltige Materialen (Papier, Karton) an die Wände stellen.

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