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Autoren
OldBo
22.04.2016
Fern-/Nahwärme wird in einem zentralen Heizwerk oder einem Heizkraftwerk erzeugt. Durch meistens erdverlegte Rohrleitungen werden Einzelobjekte, Betriebe und Siedlungen mit Wärme versorgt.
Fernwärmeleitung
 Fernwärmeleitung
Quelle: Fernwärme-Forschungsinstitut in Hannover e.V
Blockheizwerk
 Blockheizwerk
Ringnetz
 Ringnetz
Vermaschtes Netz
 Vermaschtes Netz
Strahlennetz
 Strahlennetz

Fern-/Nahwärme wird in einem zentralen Heizwerk oder einem Heizkraftwerk erzeugt. Durch meistens erdverlegte Rohrleitungen werden Einzelobjekte, Betriebe und Siedlungen mit Wärme versorgt. In Heizwerken wird ausschließlich der Wärme erzeugt, während Heizkraftwerke nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung elektrischen Strom und gleichzeitig Fernwärme liefern. Die Wärmeenergie wird heutzutage in Form von heißem bzw. warmem Wasser über ein sehr gut wärmegedämmtes Rohrleitungssystem zu den einzelnen Abnehmern transportiert.

Das Rohrleitungssystem besteht aus einer Vorlaufleitung, die den Abnehmer mit Heizwasser versorgt und einer Rücklaufleitung, die das möglichst tief abgekühlte Wasser wieder zum Heizwerk zurückführt, wo es erneut erwärmt wird. Pumpen sorgen für die Wärmeverteilung im Netz. Eine Druckhalteanlage verhindert das Verdampfen des heißen Wassers.

Die Wärmeübergabe an den Verbraucher erfolgt in einer Hausanschluss- bzw. Umformerstation, in der eine Systemtrennung zwischen Fern-/Nahwärmenetz und Hausanlage durchgeführt wird (bei einer indirekten Übergabe fließt das Wasser der Fern-/Nahwärmeleitung nicht durch die Heizungsleitungen im Haus). In dieser Hausanschluss- bzw. Umformerstation wird über einen Wärmetauscher das in der Hausanlage zirkulierende Heizungswasser durch das Fern-/Nahwärmewasser erwärmt. Ein zweiter Wärmetauscher ist für die Trinkwassererwärmung zuständig. Der Verbrauch an Wärmeenergie kann vom Kunden einfach und exakt mit Wärmezähler abgelesen werden.

Fernwärmesysteme wurden Ende des 19. Jahrhundertsin größerem Umfang aufgebaut. Durch die Verringerung der Feuerstätten in den Innenstädten wurde die Gefahr von Bränden gemindert und der Verschmutzung durch Kohle und Asche eingeschränkt. Der Wirkungsgrad von kalorischen Kraftwerken wird erhöht, indem man mittels sogenannter Kraft-Wärme-Kopplung Wärmeleistung zwischen den Turbinenstufen auskoppelt.

Wasser ist wegen seiner hohen Wärmekapazität besonders gut  für den Wärmetransport geeignet. Im Bereich der Fernwärme wird es im flüssigen und gasförmigen Aggregatzustand (Dampf) verwendet. Das Medium wird in wärmegedämmten Rohrleitungen in einem ständigem Kreislauf gefördert. Beim Verbraucher erfolgt die Wärmeübergabe mit Hilfe einer Übergabestation, die es in direkter und indirekter Art gibt. Die Erzeugung von Fernwärme erfolgt in KWK-Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen, Fernheizwerken und Blockheizkraftwerken. Als Brennstoff werden die verschiedenen Formen der Kohle, Öl, Gas, Holz und Holzprodukte und Müll in verschiedenen Zusammensetzungen und Aufbereitungsformen verwendet. Zunehmend werden Biogasanlagen zum Wärmelieferant.

Wegen des auch bei sehr guter Wärmedämmung nicht zu vermeidenden Wärmeverlustes über längere Strecken und des hohen Investitionsaufwandes für das Leitungssystem eignet sich Fernwärme nur, wenn viele Abnehmer bei kurzen Leitungsstrecken vorhanden sind.

In Deutschland hat Mannheim als erste große Stadt ein flächendeckendes Fernwärmenetz errichtet. Die größten deutschen Fernwärmenetze sind in Berlin und Hamburg zu finden. Flensburg gehört zu den Städten mit dem höchsten Marktanteil bei Fernwärme (>90%). In den skandinavischen Ländern ist die Fernwärme sehr weit verbreitet.

Die Grundlage für die Wärmelieferung ist in der Regel ein Contracting-Vertrag.
Fernwärme-/Nahwärmeübergabestation
Fernwärmeübergabestation mit Frischwasserstation und Sekundär-Heizkreis<br />
 Fernwärmeübergabestation mit Frischwasserstation und Sekundär-Heizkreis
Quelle: aqotec Gmbh

Eine kompakte Übergabestation zur hydraulischen Entkoppelung der Nah- und Fernwärmeversorgung von Gebäuden hat den Vorteil, dass alle notwenigen Bauteile (Wärmetauscher, Armaturen, Wärmemengenzähler, Regelung) auf kleinstem Raum vorhanden sind und eine passende Dämmung (z. B. EPP-Dämmsystem [Expandiertes Polypropylen]) werkseitig vorhanden ist.

Die Komponenten (Sekundär-Heizkreis, Frischwasserstation, Regelung) sind in einer Sandwich-click-Konstruktion mit Stabilisatoren und einer aufgesetzten Wärmedämmhaube selbsttragend verbaut. Die Anschlüsse der Primär- und Sekundärmedien (Warmwasser, Heißwasser) sind sowohl oben als auch unten frei wählbar. Alle sicherheitstechnischen Bauteile, Entleerungen bzw. Spülanschlüsse, Entlüftung und Manometer können in die Fernwärmestation integriert werden.

Bei den in die Rohrstrecken integrierten, mit Feinsieben bestückten, Schmutzfängern sind sowohl primär als auch sekundär Spülanschlüsse nachrüstbar. Der Wärmemengenzähler ist von außen frei zugänglich und ablesbar. Der eingesetzte Wärmetauscher aus Edelstahl ist durch seine große thermische Länge in einem breiten Leistungsspektrum einsetzbar. Der Fühler für die Sekundär-Vorlauftemperatur ist entgegen der Strömungsrichtung direkt am Ausgang des Wärmetauschers platziert. Das sekundärseitig integrierte Sicherheitsventil dient zur hydraulischen Absicherung der Fernwärmestation. Thermometer für die Primär- und Sekundärseite sind in der Türblende des in Blech ausgeführten Schaltschrankes enthalten.

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Peter 888 schrieb: Hallo Energiebilanz. Du hast die Estrich-Masse, die aufgeheizt...
Schmitt schrieb: Hier die Fachgerechte Einbindung einer waagerechten Anschlussleitung...
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