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Aufheizung von Estrichen - Aufheizen, warum?

Autoren
Radtke
22.07.2009
Jeder Estrich enthält zum Zeitpunkt des Einbaues eine von der Art und Güte des Estrichs abhängige Menge Wasser. Ein Teil davon wird kristallin gebunden, der Rest muss vor Aufbringung der Bodenbeläge, bis auf einen kleinen Restanteil (Ausgleichsfeuchte), herausgeheizt werden.
Jeder Estrich enthält zum Zeitpunkt des Einbaues eine von der Art und Güte des Estrichs abhängige Menge Wasser. Ein Teil davon wird kristallin gebunden, der Rest muss vor Aufbringung der Bodenbeläge, bis auf einen kleinen Restanteil (Ausgleichsfeuchte), herausgeheizt werden. Werden Bodenbeläge ohne Aufheizung und Kontrolle der zulässigen Ausgleichsfeuchte eingebaut, so kann die eingeschlossene Feuchtigkeit je nach Bodenbelag überhaupt nicht oder nur sehr langfristig über einen Zeitraum von Monaten und Jahren entweichen. Bei nichtbeheizten Fußbodenkonstruktionen ist eine erhöhte Restfeuchtigkeit in der Regel unkritisch, zumal sie über den gesamten Estrichquerschnitt nahezu gleichmäßig verteilt ist. Erst wenn eine Fußbodenheizung eingebaut ist und in Betrieb genommen wird, tritt eine Verschiebung der bislang gleichmäßig verteilten, eingeschlossenen Feuchtigkeit auf. Durch den Betrieb der Fußbodenheizung wird der Estrich jetzt im Bereich der Rohre getrocknet, die ehemals dort vorhandene Feuchtigkeit wird verdrängt. Dadurch kommt es in anderen Bereichen, insbesondere unterhalb der Bodenbeläge, zu einer Feuchtigkeitsansammlung, die eine Quellung der Estrichoberseite bewirken kann. Als Folge der Schwindung im trockenen und der Quellung im nassen Bereich, können Verwölbungen der Estrichfläche auftreten, die nicht zu beeinflussen sind. Dabei wird die Flächenmitte angehoben, die Ränder, insbesondere die Ecken, senken sich scheinbar ab. Bei extremen Verwölbungen kann es auch zu Schäden an keramischen Bodenbelägen kommen. Die Aufheizmaßnahmen vor der Verlegung der Oberböden sollen dazu dienen, den Anteil der eingeschlossenen Feuchtigkeit soweit zu verringern, dass Verwölbungen von Estrichflächen sich in zumutbaren Grenzen halten oder nicht mehr auftreten.
Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
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PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in 5 Jahren für Heizung und WW, also etwa 7000 kWh für gut 170 m2, also rund 40 kWh/m2a...
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